Atomausstieg

Atommüll-Endlager: Nur noch fünf Prozent der Fläche Deutschlands kommen infrage – der Kreis Hildesheim ist immer noch dabei

Kreis Hildesheim - Die Bundesgesellschaft für Endlagersuche (BGE) hat die Gebiete, in denen die Entsorgung des radioaktiven Materials denkbar ist, nochmals massiv eingegrenzt. Welche sieben Kommunen im Kreis Hildesheim nach wie vor betroffen sind – und welche nicht mehr.

Die Suche nach einem Atommüll-Endlager in Deutschland geht weiter – auch in Teilen des Landkreises Hildesheim. Foto: Moritz Frankenberg

Kreis Hildesheim - Weniger als fünf Prozent der Fläche der Bundesrepublik Deutschland kommen aus…

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Kommentare (2)

  • NK
    Nils Kehrel
    27. Okt. 2026 - 16:31 Uhr
    Es handelt sich wohl um einen sehr schlechten Witz, das Gebiet mit den besten Ackerböden in Deutschland und einer relativ hohen Bevölkerungsdichte - einige Dörfer liegen nicht einmalneinen Kilometer auseinander oder gar aneinander- in eine engere Planung für ein Atommüllager zu bringen.
    Wo soll zum Beispiel in der Gemeinde Schellerten so ein Lager hin?
    Da wird sich wieder Protest bilden. Zu Recht!
    In diesem Gebiet nicht, das landschaftlich und landwirtschaftlich geprägt ist und so genutzt und geliebt wird.
    • NE
      Norman und Katrin Engels
      27. Okt. 2026 - 18:23 Uhr
      Interessant: Laut dem BGE-Endlagersuche-Navigator sind die Gebiete rund um Sarstedt nach aktuellem Stand mit den Kategorien C und D gekennzeichnet, also als gering geeignet bis ungeeignet.
      https://navigator.bge.de/

      Auch die Gemeinde Söhlde kann ich mir als möglichen Standort kaum vorstellen. Allein das Kreidevorkommen und der teils felsige Untergrund, beispielsweise in der Gegend um Hoheneggelsen, werfen Fragen auf. In Mölme kommen zudem Erdgas- und Erdölvorkommen hinzu, die bei einer solchen Standortprüfung berücksichtigt werden müssten.

      Darüber hinaus stellt sich die Frage, warum bestimmte Gebiete überhaupt weiter betrachtet werden, wenn der Mindestabstand von 1.000 Metern zur nächsten Bebauung unterschritten wird. Ist das ein tatsächliches Ausschlusskriterium oder lediglich ein Abwägungskriterium? Genau das sollte transparent erklärt werden, bevor vor Ort unnötig Ängste und Spekulationen entstehen. Oder will man am Ende ein nächstes Hambacher Forst? Erst wird geplant und geprüft, und wenn die Menschen vor Ort Fragen stellen, ist plötzlich alles alternativlos? Aber wer weiß? Vielleicht kippen wir den Atommüll einfach in eines der Kreidelöcher, versenken ihn in einem der Kiesteiche rund um Sarstedt oder lagern ihn gleich unter der Marienburg. ????

      Ironie beiseite: Ein Atommüllendlager ist keine Frage des verfügbaren Platzes, sondern der langfristigen Sicherheit. Deshalb erwarte ich nachvollziehbare Antworten: Welche geologischen Kriterien sprechen für oder gegen die Region? Wie werden vorhandene Rohstoffvorkommen bewertet? Und warum werden Gebiete weiter untersucht, obwohl der Abstand zur Bebauung möglicherweise nicht eingehalten wird? Und Warum werden ganze Regionen nicht betrachtet, wie in Rheinland-Pfalz, NRW, Hessen und der Süden Bayerns

      Wer solche Entscheidungen trifft, muss sie transparent begründen und zwar, bevor aus einer fachlichen Prüfung ein politischer Konflikt wird. Aber Frau Reiche und Herr Schneider haben bestimmt die passenden Antworten in ihren Ministerien.
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