Spitzenposten neu besetzt

Auch für Stadt und Kreis Hildesheim zuständig: Neue Chefin bei der Polizeidirektion Göttingen

Hildesheim - Gwendolin von der Osten war seit Februar 2021 Präsidentin der Polizeidirektion, nun wechselt sie auf ein anderes Spitzenamt. In Göttingen folgt ihr eine Frau nach – warum sie weniger Geld bekommen soll als ihre Vorgängerin.

Tanja Wulff-Bruhn wird neue Präsidentin der Polizeidirektion Göttingen. Foto: Nds. Ministerium für Inneres und Sport

Hildesheim - Wechsel an der Spitze der Polizeidirektion (PD) Göttingen, zu der auch die Hildesheimer Inspektion gehört: Die 46-jährige Tanja Wulff-Bruhn übernimmt als Präsidentin die Leitung der Behörde und löst damit Gwendolin von der Osten (51) ab, die künftig die Polizeidirektion Hannover führt. Deren bisheriger Chef Volker Kluwe geht Ende März in den Ruhestand. Von der Osten war in Göttingen seit Februar 2021 PD-Chefin.

Zuvor Chefin der Bereitschaftspolizei und Referatsleiterin

Tanja Wulff-Bruhn leitete zuletzt das Einsatzreferat im Landespolizeipräsidium und war zuvor auch Chefin der niedersächsischen Bereitschaftspolizei bei der Zentralen Polizeidirektion. Der in Harsum lebende Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) erklärt, mit Tanja Wulff-Bruhn übernehme „eine Präsidentin mit viel Sach- und Fachverstand und dem Herz am rechten Fleck“ den Posten. Das Amt des Vize-Präsidenten der PD Göttingen übernimmt der 59-jährige Mathias Schröder, bisheriger Leiter der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg.

Die Spitzenämter werden erst einmal kommissarisch besetzt, die Ämterübergabe erfolgt nach einer geplanten Gesetzesänderung. Niedersachsens Innenministerin Behrens will nämlich die Besetzung der Ämter an den Spitzen der Polizei neu gestalten: Künftig sollen die Polizeipräsidenten reguläre Beamte sein. Bislang konnten sie als sogenannte politische Beamte jederzeit in den Ruhestand versetzt werden.

Künftig reguläre Beamte – aber mit weniger Geld

Zugleich sollen Niedersachsens Polizeipräsidenten und -präsidentinnen künftig weniger Geld bekommen. Bisher werden sechs der sieben Polizeipräsidenten und -präsidentinnen nach der Besoldungsgruppe B4 bezahlt, mit einem Grundgehalt von knapp 9200 Euro im Monat. Nach dem neuen Verfahren kämen sie in die Gruppe B3 mit knapp 8700 Euro im Monat. Der Präsident der Polizeidirektion Hannover liegt jeweils eine Besoldungsgruppe darüber.

Dass nun in der PD Göttingen, der PD Hannover sowie bei der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen (ZPD) Leitung und Vertretung zukünftig in den Händen einer Frau und eines Mannes liegen, wertet Behrens als „ein hervorragendes Signal und Vorbild für die paritätische Geschlechterverteilung und damit für die Mitarbeitenden der Polizei.“

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