Polizei ermittelt

Auf dem Hof der Oberschule Söhlde brennen Container – die Schulleiterin reagiert

Söhlde - Am Sonntag brannten drei Papiercontainer auf dem Gelände der Oberschule Söhlde. Die Rektorin appelliert an Eltern von Jugendlichen, darauf zu achten, dass das Kontaktverbot eingehalten wird.

Auf dem Gelände der Oberschule Söhlde sind zwei Papiercontainer ausgebrannt. Foto: Alexander Raths

Söhlde - Löscheinsatz auf dem Gelände der Oberschule Söhlde: Unbekannte haben am Sonntagabend den Inhalt von drei Papiercontainern in Brand gesteckt. Die Polizei hat ein Strafverfahren wegen Sachbeschädigung eingeleitet. Die Rektorin der Oberschule, Ina Sykulla, nimmt den Vorfall zum Anlass, an das Kontaktverbot zu erinnern. Denn noch treffen sich immer wieder Jugendliche am Abend auf dem Sportplatz oder dem Schulgelände.

Keine Gefahr für Gebäude

Der Feueralarm ging um 22.50 Uhr ein und rief die Ortsfeuerwehren von Söhlde und Groß Himstedt auf den Plan. Unbekannte hatten den Inhalt von drei blauen Papiercontainern auf dem Gelände der Oberschule angezündet. Die Gefahr, dass die Flammen auf das Schulgebäude übergriffen, bestand laut Polizei nicht, weil die Container nicht direkt am Gebäude stehen. Die Einsatzkräfte löschten den Brand, sie mussten zudem den Inhalt ausbreiten, um sämtliche Flammen zu ersticken. Die Polizei hofft, dass es Zeugen gibt, die am Sonntagabend im Bereich der Oberschule Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben. Wer etwas gesehen hat, wird gebeten, sich unter 05063/9010 mit der Polizei in Bad Salzdetfurth in Verbindung zu setzen.

Dank an die Einsatzkräfte

Als Schulleiterin Ina Sykulla von dem Brand hörte, machte sie sich gleich auf den Weg zur Schule. Als sie ankam, war der Brand gelöscht – dafür dankte sie den Feuerwehrleuten. Nun richtete sie sich via Facebook an die Eltern der Oberschüler. Ihr Aufruf an die Schüler, zu Hause zu bleiben, den sie am Freitag verschickt habe, werde nicht von allen Jugendlichen umgesetzt. „Leider höre ich immer noch, dass in Söhlde allabendliche Treffen auf dem Sportplatz oder an der Schule stattfinden“, erklärt sie. Ein Großteil der Schüler und Eltern würde sich bereits sehr verantwortungsbewusst und vernünftig an die Vorgaben des Landes halten.

Eltern in der Pflicht

Die Beschränkungen der Länder und der Appell der Schulleitung, werde aber noch nicht von allen Jugendlichen umgesetzt. „Da es einige Jugendliche nicht zu verstehen scheinen oder es ignorieren, wie wichtig es ist, soziale Kontakte zu minimieren, beziehungsweise zu unterbinden, wende ich mich hiermit an die Eltern dieser Jugendlichen, die immer noch ,Corona-Partys’ am Abend veranstalten und sich nicht an das Versammlungsverbot halten“, schreibt Sykulla.

Sie bittet Eltern eindringlich, in dieser Zeit ihre Erziehungspflicht wahrzunehmen: „Wirken Sie auf Ihre Kinder ein und machen Sie Ihnen deutlich, dass auch sie ihren Beitrag leisten müssen, damit die Infektionszahlen reduziert werden können, ältere Menschen und Risikogruppen geschützt werden und wir schnellstmöglich wieder in die Normalität zurückkehren können“, schreibt Sykulla.


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