Neue Pläne in der Neustadt

Aus den Hohnsenhöfen in Hildesheim wird der Hohnsenhof

Hildesheim - Für die Neugestaltung der Fläche Renatastraße/Hohnsen am Goschentor hat die Stadt einen Bebauungsplan aufgestellt. Das Ensemble erhält auch einen neuen Namen.

Die bestehenden Mehrfamilienhäuser an der Ecke Renatastraße/Hohnsen in Hildesheim werden vermutlich noch in diesem Jahr abgerissen. Geplant sind drei Gebäudekomplexe. Foto: Julia Moras

Hildesheim - Für die Neugestaltung der Fläche Renatastraße/Hohnsen am Goschentor hat die Stadt einen Bebauungsplan aufgestellt, der Art und Form der Nutzung an dieser augenfälligen Ecke für die Zukunft regeln soll.

Bekanntlich plant das Unternehmen Lüder Immobilien auf dem Eckgrundstück Neubauten. Vor dem Auslegungsbeschluss als nächstem Schritt wurde jetzt der Ortsrat Stadtmitte/Neustadt zum Bebauungsplan gehört.

Die bestehenden Mehrfamilienhäuser an dem Standort werden vermutlich noch in diesem Jahr abgerissen. Geplant sind dann drei Gebäudekomplexe, die sich um einen Innenhof gruppieren – da es eben nur ein Hof ist, wurde der ursprüngliche Arbeitstitel für den Bebauungsplan nun von Hohnsenhöfe in Hohnsenhof geändert.

Das Konzept ist geblieben

Das Konzept sei aber geblieben, erklärt Lüder-Geschäftsführer Thomas Eisenburger: 130 Wohnungen für Studierende sollen entstehen, dazu Gastronomie, Dienstleister, Geschäfte und Büros. Im Bebauungsplan wird die Fläche als „Urbanes Gebiet“ geführt.

Dem Plan zufolge darf dort drei- bis viergeschossig gebaut werden, wobei eine „bauliche Betonung“ auf der Ecke Goschentor liegen soll. 20 Prozent der Wohnungen sollen im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus förderfähig sein. Die Bebauung lässt Platz für Grünflächen und auch die Dächer müssen begrünt werden. Weitere Details legt eine Örtliche Bauvorschrift fest.

Zum Bereich des Bebauungsplanes gehört außerdem der frühere Klinikparkplatz in der Renatastraße, der ebenfalls dem Investor gehört. Hier werden die notwendigen Stellplätze bereitgestellt. Auf diese Weise müssen keine Parkflächen auf dem Eckgrundstück vorgesehen werden. „Die Entfernung ist zumutbar“, meint Thomas Eisenburger.

Fahrrad-Garage geplant

Die Bauvorschrift eröffne die Möglichkeit, die Anzahl der Stellplätze durch Mobilitätskonzepte zu verringern, erläuterte Daniel Pilot, Bereichsleiter Stadtteilplanung und Planverfahren, dem Ortsrat.

Die Erfahrung mit den Studierenden im Gebäude Bude 12 zeige jedoch, dass die meisten kein Auto besitzen, sagte Eisenburger der HAZ. Geplant sei eine Fahrrad-Garage an dem Goschentor-Komplex mit 150 bis 200 Stellplätzen.

Sollte es sich als notwendig erweisen, erklärte Pilot, würde der Bebauungsplan auch ein Parkhaus auf dem Parkplatz-Grundstück erlauben.

Das Gebiet um die frühere Pathologie wurde aus dem Geltungsbereich des Bebauungsplans herausgenommen. Hierfür gebe es noch kein abgestimmtes Nachnutzungskonzept, heißt es in der Vorlage der Verwaltung.

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