Hohenhameln - Die Ausgangsbeschränkung für den Landkreis Peine und damit auch in der Gemeinde Hohenhameln läuft am Mittwoch aus. Die entsprechende Allgemeinverfügung wird zunächst nicht verlängert, wie der Corona-Krisenstab am Montag entschieden hat.
„Unsere Inzidenz liegt derzeit unter dem Wert von 150, ab dem uns das Land durch die Corona-Verordnung angeordnet hat, Ausgangsbeschränkungen zu verfügen“, erklärt Kreissprecher Fabian Laaß. Zur Wirksamkeit dieser Beschränkungen gebe es zwar noch keine verlässlichen empirischen Untersuchungen. „Dennoch können wir derzeit in unserem Landkreis kein exponentielles Wachstum der Inzidenz verzeichnen. Das ist allerdings eine Momentaufnahme. Wir haben uns von der Ausgangsbeschränkung aber auch nicht versprochen, dass die Inzidenz innerhalb von zwei Wochen unter den Wert von 50 sinkt“, so Laaß.
10 bis 20 geahndete Verstöße – pro Nacht
In einer ersten Beurteilung habe der Krisenstab zudem festgestellt, dass durch die begleitenden Kontrollen von Polizei, Stadt und Landkreis in zahlreichen Fällen Gefährdungspotenziale haben verringert werden können. Dies zeigen nicht zuletzt die Zahlen von 10 bis 20 geahndeten Verstößen pro Nacht.
Die derzeitige Diskussion um den Sinn und die Wirkung von Ausgangsbeschränkungen sowie die unterschiedlichen gerichtlichen Einschätzungen dazu führten in der Bevölkerung allerdings zu großer Verunsicherung. „Um der Ausbreitung des Coronavirus wirklich konsequent entgegenzutreten und die Fallzahlen zu senken, wäre ein harter Lockdown in allen Lebensbereichen und der Wirtschaft notwendig. Das scheint jedoch gesellschaftspolitisch nicht durchsetzbar zu sein“, berichtet der Kreissprecher.
