Lange Staus

Laster quer auf der Fahrbahn: A7 sieben Stunden lang gesperrt

Kreis Hildesheim - Nach dem Unfall auf der A7 nahe Hildesheim war die Fahrbahn Richtung Norden lange voll gesperrt. Vor der Anschlussstelle Derneburg war ein Lastwagen mit Anhänger umgekippt.

Nach einem Unfall auf der Autobahn 7 beginnt am Donnerstagnachmittag die Bergung des Lasters. Foto: Julia Moras

Kreis Hildesheim - Dieses Hindernis hatte es in sich: Auf der Autobahn 7 bei Grasdorf ist am Donnerstagvormittag ein Lastwagen mit Anhänger umgekippt. Der Fahrer blieb unverletzt, doch sein quer liegendes Gespann versperrte die Nordfahrbahn mitten in der Ferienzeit bis in den späten Nachmittag hinein. Bevor überhaupt erst die unmittelbar hinter dem Wrack wartenden Reisenden ihre Fahrt fortsetzen konnten, dauerte es vier Stunden.

Es passierte gegen 10 Uhr zwischen dem Autobahndreieck Salzgitter und der Anschlussstelle Derneburg. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei kam der Lastwagenfahrer, ein 59-Jähriger aus Rumänen, aus ungeklärter Ursache nach links von der Fahrbahn ab und kollidierte mit seinem Fahrzeug mit der Betonschutzwand in der Mitte der Autobahn. Daraufhin kippte der Gliederzug mit dem einachsigen Anhänger um. Ob der am Vormittag sehr starke Wind dabei eine Rolle spielte, bleibt laut Polizei unklar.

Das Gespann lag auf der Seite und zunächst quer über alle Spuren, blockierte beide Fahrstreifen in Richtung Hannover sowie die Abfahrtsspur nach Derneburg. Auch die Mittelleitplanke wurde beschädigt. „Der Fahrer konnte aber selbstständig aus dem Lastwagen aussteigen“, berichtete Polizeisprecher Jan Makowski. Der Wagen hatte Europaletten geladen.

Lange Staus

Die Folgen des Unfalls wurden schnell deutlich: Gegen 10.30 Uhr staute sich der Verkehr auf der A 7 bereits auf vier Kilometern Länge, eine Stunde später meldete die Polizei sechs Kilometer Rückstau, um 12.30 Uhr waren es acht bis neun Kilometer.

Für die Autofahrer im Stau gab es nach Stunden des Wartens am frühen Nachmittag immerhin die gute Nachricht: Den Experten gelang es, den Anhänger zur Seite zu hieven und so zumindest eine Fahrspur freizubekommen. Von 13.30 Uhr an löste die Polizei dadurch den Stau unmittelbar vor der Unfallstelle auf, gegen 14 Uhr hatten alle Wartenden zwischen Dreieck Salzgitter und Derneburg das Wrack passiert. Die Sperrung ab Dreieck Salzgitter hatte aber weiter Bestand, es blieb bei mehreren Kilometern Stau aus Richtung Süden.

Um das zu ändern, verluden die Rettungskräfte zunächst den Anhänger auf einen Abschlepptransporter. Dann widmeten sie sich dem Zugfahrzeug, das sie gegen 16 Uhr mit einem Autokran aufrichteten und wieder auf die Fahrbahn hoben. Ein Lastwagen-Abschleppfahrzeug zog den Havaristen dann von der Autobahn. Um 16.55 Uhr gab die Autobahnmeisterei die Strecke schließlich wider frei.

Während der siebenstündigen Sperrung kam es im Kreis Hildesheim zu vielfältigen Beeinträchtigungen, etwa in der Gemeinde Holle aber auch auf der Bundesstraße 243 in Richtung Nette, Wesseln, Heinde und Hildesheimer Börde.

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