Baustelle im Südkreis

B 243 im Kreis Hildesheim doch noch nicht gesperrt: Das sagt die Landesbehörde dazu

Kreis Hildesheim - Vollsperrung der B 243 ab Montagmorgen, 8 Uhr. So war es angekündigt. Tatsächlich fließt der Verkehr aber bislang weiterhin ungehindert zwischen Groß Düngen und Marienburg. Doch die Zeichen verdichten sich, dass sich das in Kürze ändert.

Am Montag fließt der Verkehr noch ungehindert über die B243 zwischen Groß Düngen und Ochtersum - trotz angekündigter Vollsperrung. Foto: Chris Gossmann (Archiv)

Kreis Hildesheim - Montagmorgen sollte es losgehen. Und vermutlich tausende Pendler haben sich schon auf ein neuerliches Verkehrschaos auf dem Weg zur Arbeit eingestellt. Ab Egenstedt sollte die Bundesstraße 243 voll gesperrt sein. Doch tatsächlich waren keine Barken, Arbeiter oder Baustellenfahrzeuge zu sehen. Verzögert sich die Sanierung?

Wie berichtet, soll die B243 zwischen Hildesheim und Groß Düngen umfänglich saniert werden. Drei Bauabschnitte sind dafür vorgesehen, eine weiträumige Umleitung bereits festgelegt. Damit die den Verkehr aufnehmen kann, wurde die Sanierung der Landesstraße 492 bei Heinde extra vorgezogen. Dort haben die Autofahrenden inwischen auch wieder freie Fahrt.

Umleitung wird angenommen

Und aus Richtung Bad Salzdetfurth sind am Montagmorgen auch etliche Autofahrer und -fahrerinnen der Umleitungsbeschilderung gefolgt, an der Groß Dünger Kreuzung auf die Landesstraße abgebogen.

Wer das Schild ignoriert hat und weiter die B 243 befuhr, konnte sich über eine freie Fahrt nach Hildesheim freuen. Dabei meldete die Polizei am vergangenen Freitag, dass ab 8 Uhr gesperrt sein soll.

Woher die Polizei diese Uhrzeit hatte, weiß Martin Klose, Pressesprecher der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, nicht. „Nicht einmal wir wussten genau, ab wann dort gesperrt ist“, räumt er auf Nachfrage der HAZ ein. Das sei auch gar nicht ungewöhnlich. Mit dem Bauunternehmer werde zwar ein Bauvertrag geschlossen, der lege aber nur den Umfang der Leistung und den Fertigstellungszeitraum fest. Diesem Rahmen sei der Unternehmer dann aber flexibel und könne beispielsweise selbstständig entscheiden, wann er anfängt und entsprechend die Schilder und Baken aufstellt. Auch die sogenannte verkehrsbehördliche Anordnung des Landkreises schränke das nicht weiter ein. „Meint der Unternehmer, die Zeit reicht ihm, wenn er später anfängt, dann kann er das machen“, sagt Klose. Dass das für die Autofahrer unglücklich sei, kann er zwar nachvollziehen, aber nicht ändern.

Keine Probleme für Röderhof

Voraussichtlich bis Ende des Jahres werden die Arbeiten an der B 243 insgesamt andauern. Der erste Abschnitt ab Kreuzung Marienburg bis Egenstedt ist offenbar bis Anfang November terminiert. Danach soll der gesamte Kreuzungsbereich Marienburg ausgebaut werden, bevor ab etwa Mitte November auf dem Streckenabschnitt von der Kreuzung bis Ochtersum (Kreuzung Hagebau) gearbeitet wird.

Indes gab es die Sorge, dass die Bauarbeiten auf der B 243 eine Anfahrt zur Heimstatt Röderhof erschweren oder gar verhindern würden. Die Landesbehörde versichert aber, dass das Restaurant Sonnenberg als auch die Heimstatt Röderhof aus Richtung Groß Düngen kommend jederzeit erreichbar bleiben.

Wann genau dort nun tatsächlich die Bauarbeiter anrücken, ist am Montagnachmittag weiter unklar. Allerdings gab es erste Vorarbeiten, erzählt Rolf Rojahn, Ortsvorsteher in Egenstedt. Erste Schilder und Baken seien geliefert worden. Ob das bedeute, dass nun am Dienstag kein Durchkommen mehr sei, das wisse er auch nicht. Rojahn nimmt es sportlich. „Wir wissen ja, dass die Sperrung jetzt irgendwann kommt und dass wir unseren Ort jederzeit erreichen können“, sagt er. Die Umleitungsstrecke über die L 492 und Groß Düngen sei zwar nervig, gehe aber auch wieder vorbei.

  • Region
  • Kreis Hildesheim
Anmerkung zum Artikel

Sie haben einen Fehler im Artikel gefunden? Oder haben Sie weitere Informationen zu dem Thema für uns? Dann teilen Sie uns diese gerne mit.