Kreis Hildesheim - Die bevorstehenden Bauarbeiten auf der B1 westlich von Hildesheim führen für tausende Autofahrer zu weiträumigen Umwegen. Wie berichtet, wird ab Freitag, 16. Mai, zunächst ein Abschnitt der B 1 von der Kreuzung am Nobiskrug in Groß Escherde in Richtung Hildesheim saniert und übers Wochenende voll gesperrt. Zunächst hatte die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr irrtümlich von einer Sperrung von Groß Escherde in westlicher Richtung, also bis Klein Escherde, berichtet.
Ab Montag folgt dann ein weiterer Abschnitt mit einseitiger Sperrung zwischen Sorsum und Groß Escherde. Die Landesbehörde hat nun auf Nachfrage der Redaktion weitere Einzelheiten zu dem Projekt vorgelegt.
Der erste Bauabschnitt beginnt am Freitag, 16. Mai, ab zirka 15 Uhr. Von dann an wird die B1 in dem betroffenen Bereich in beide Richtungen bis zum 19. Mai nicht befahrbar sein. Diese erste Baustelle erstreckt sich vom Gasthof Nobiskrug am Ortsrand von Groß Escherde etwa 500 Meter in östlicher Richtung. Autofahrer, die aus dem Westkreis nach Hildesheim wollen, müssen über Nordstemmen und Rössing auf die L460 fahren und können von dieser Straße aus wieder auf die B1 auffahren. Wenn die Arbeiten wie geplant bis Montag abgeschlossen werden, soll die ganze B1-Strecke stadteinwärts wieder frei sein. Anders sieht es beim Weg in Richtung Westen aus.
Zweiter Bauabschnitt bis zum Monatsende
Denn der zweite Bauabschnitt, der am Montag beginnt, betrifft nach Angaben der Straßenbaubehörde lediglich die nördliche Fahrbahn der B1, also die Fahrtrichtung West aus Richtung Hildesheim. Der Abschnitt erstreckt sich von der Höhe der Abfahrt L460 aus Sorsum kommend bis zur Auffahrt der L460 aus Rössing kommend. Die Bewohner von Emmerke können die Auffahrten der B1 nach Hildesheim (Fahrtrichtung Ost) nutzen.
Dieser zweite Bauabschnitt soll bis zum 30. Mai abgeschlossen werden. Autofahrende aus Richtung Hildesheim sollen der ausgeschilderten Umleitung über die L 460 Richtung Süden über Hildesheimer Wald, Diekholzen, Möllensen, Eitzum und Gronau bis Burgstemmen folgen. Dies gilt erst ab Montag, 19. Mai.
Erheblich länger unterwegs
Durch die Umleitungen ist man erheblich länger unterwegs. Wer etwa von Hildesheim (Kaiserstraße) durch die Gemeinden Diekholzen und Sibbesse via Gronau und Betheln über die Umleitungsroute nach Burgstemmen dirigiert wird, braucht dafür rund 30 Minuten statt der üblichen 14 Minuten auf der B1.
Zunächst werden die Deck-, Binder- und Tragschicht sowie Teile der Fahrbahnrinne der Fernstraße komplett erneuert. Auf jeden Fall sollen die durch das Sanierungsprojekt betroffenen Orte, also Emmerke und Groß Escherde, weiterhin erreichbar sein, betont Behördensprecher Martin Klose. Dies sei gewährleistet.
Auch Busverkehr betroffen
Unterdessen betrifft die B1-Sperrung auch den Busverkehr. Umgeleitet werden neben dem „Nachtsbus“ am Wochenende die täglichen Linien 22, 51, 52, 53 und 522. Die Busse werden auch von Schülern genutzt, so Katrin Schneemann, Sprecherin beim Regionalverkehr Hildesheim (RVHI) auf Nachfrage.
Was das Projekt ausbremsen kann
Ob die Planer ihren Sanierungs-Zeitplan einhalten können, ist offen. Das Wetter oder baubedingte Verzögerungen können das Projekt ausbremsen. Weitere Teilstücke sollen bis in den Juli hinein folgen.
