Einsätze in Stadt und Landkreis

Bäume auf Fahrbahnen, beschädigte Autos und Straßensperrungen: Windböen im Kreis Hildesheim beschäftigen Feuerwehr und Polizei

Kreis Hildesheim - Windböen fegen seit dem Morgen durch den Kreis Hildesheim: Die Feuerwehr und die Polizei musste bereits zu mehreren, meist kleineren Einsätzen ausrücken. Wegen umgefallener Bäumen werden auch immer wieder Straßen gesperrt.

In der Luisenstraße sind bei dem Sturmtief Ziegel vom Dach gefallen. Foto: Chris Gossmann

Kreis Hildesheim - Windböen mit bis zu 60 Stundenkilometern sind am Donnerstag durch Stadt und Landkreis Hildesheim geweht: Der Deutsche Wetterdienst hatte eine Unwetterwarnung der Stufe 1 herausgegeben, die bis abends um 18 Uhr galt. Demnach konnten in ungeschützten Lagen auch Sturmböen um bis zu 70 Stundenkilometer auftreten. Die Ausläufer des Sturmtiefs Ciarán blieben nicht ohne Folgen: Die Feuerwehr musste mehrmals ausrücken, genau wie die Polizei.

Bis zum Vormittag gab es laut einem Sprecher der Hildesheimer Berufsfeuerwehr fünf Einsätze in der Stadt und mehrere im gesamten Landkreis. Einsatzkräfte rückten unter anderem in Alfeld, Gerzen und Nettlingen aus. Meist waren Dachziegel oder Äste und Bäume der Grund, die umgeknickt, ab- oder umgefallen sind. Personen kamen nicht zu Schaden, zum Teil fielen allerdings Ziegel auf Autos, die dadurch beschädigt wurden.

Längere Straßensperrung im Landkreis

Im Landkreis gab es zwischen Langenholzen und Wrisbergholzen auf der Landesstraße 485 einen Vorfall, der größere Folgen habe, berichtete Hildesheims Polizeisprecher Jan Makowski: Dort sind mehrere Bäume umgefallen und auf eine Stromleitung sowie die Fahrbahn gekippt. Die Straße ist gesperrt und eine Umleitung eingerichtet, bis die Straßenmeisterei aus Gronau mit den Aufräumarbeiten fertig ist. Das kann allerdings noch einige Tage dauern. Bei der betroffenen Strecke handelt es sich um die Wernershöhe – ein Waldstück.

Wie viele Bäume auf der Straße zwischen Alfeld und Sibbesse umgekippt sind, ist laut Fabian Mittmann, Leiter der Straßenmeisterei, noch unklar. Da es für die Mitarbeiter zu gefährlich gewesen sei, die Arbeit dort am Donnerstag aufzunehmen, beginnen sie erst am Freitagmorgen damit. Erst wenn feststeht, wie groß die Schäden durch das Sturmtief sind, könne auch gesagt werden, wie lange die Aufräumarbeiten dauern. Mittmann geht allerdings nach derzeitigem Stand davon aus, dass sie sich bis Samstag oder Sonntag ziehen könnten.

Ab 9 Uhr häufen sich die Meldungen

Die Polizei war laut Makowski seit 7.30 Uhr am Morgen bis etwa 11.40 Uhr am Vormittag insgesamt 16 Mal wegen der Windböen im Einsatz. Los ging es mit einem Baum auf der Fahrbahn der Robert-Bosch-Straße im Hildesheimer Wald. Ab 9 Uhr häuften sich dann die Meldungen in Stadt und Landkreis. In der Luisenstraße in der Hildesheimer Oststadt lösten sich beispielsweise Dachziegel und fielen auf mehrere Autos, die Straße wurde zwischenzeitlich gesperrt. Gleiches geschah in der Marienburger Straße: Nahe des dortigen Nahkauf-Markts fielen ebenfalls Dachziegel auf mindestens zwei Fahrzeuge, das führte zu Verkehrsbehinderungen.

Kühlschrank kippt auf Auto

Etwas außergewöhnlicher klingt der Einsatz in der Von-Emmich-Straße in der Oststadt: Ein abgestellter Kühlschrank kippte durch den Wind auf ein stehendes Auto. Möglicherweise handelte es sich um Sperrmüll, der nun einen Schaden hinterlassen hat. In der Steuerwalder Straße wurden darüber hinaus Fahrräder auf die Fahrbahn geweht.

Dem Polizeisprecher zufolge kam es durch die Aufräumarbeiten immer wieder zu zwischenzeitlichen Straßensperrungen in Stadt und Landkreis. So zum Beispiel auch am Mittag auf der Landesstraße 460 zwischen Schulenburg (Leine) und dem Abzweig nach Rössing: Dort war die Straße in beide Richtungen vorübergehend wegen Sturmschäden gesperrt. Im Laufe des Mittags beruhigte sich die Wetterlage, und es gab deutlich weniger Alarmierungen.

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