Kampf gegen das Coronavirus

Bald wieder mehr Zweitimpfungen im Landkreis Hildesheim

Kreis Hildesheim - Nach dem Fokus auf die erste Dosis stehen nun wieder mehr Zweitimpfungen im Kreis Hildesheim an. Und: So viel Impfstoff bekommen die Arztpraxen in den nächsten beiden Wochen.

Für viele Biontech-Geimpfte in Stadt und Landkreis rückt der Termin für die zweite Dosis näher. Foto: Chris Gossmann

Kreis Hildesheim - Die Zahl der Bürgerinnen und Bürger des Landkreises, die bereits beide Impfdosen gegen das Coronavirus erhalten haben, dürfte bald spürbar steigen. Das geht aus einer Rundmail der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) an die Haus- und Fachärzte hervor.

In dem Schreiben geht es um die Impfstoff-Liefermengen für die Woche vom 10. bis 16. Mai. Bundesweit sollen erneut 3 Millionen Impfdosen an die Praxen gehen, genauso viele wie in der Woche vom 3. bis 9. Mai. Dass es keine weitere Steigerung gibt, obwohl die Impfstoff-Lieferungen an die Bundesrepublik insgesamt noch einmal zunehmen, begründet KBV-Präsident Andreas Gassen in der Rundmail mit anstehenden Zweitimpfungen in den Impfzentren. In den Praxen werden bislang nur Erstimpfungen gemacht.

Erstimpfungen im Fokus

Zuletzt hatten Bund und Länder massiv darauf gesetzt, die Erstimpfungen voranzutreiben und die Zweitimpfungen zu den spätesten möglichen Zeitpunkten folgen zu lassen. Der Grund: Immer mehr Studien machen deutlich, dass schon die erste Impfung in erheblichem Maße vor schweren Erkrankungen, sogar schon vor Infektionen an sich schützt.



Auch im Kreis Hildesheim kam diese Strategie zur Anwendung: In den vergangenen zwei Wochen wurden hier insgesamt 30.067 Erstimpfungen verabreicht, aber nur 754 Zweitdosen. Die Folge: Vor zwei Wochen waren 16,6 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal geimpft, 6,1 Prozent doppelt. Inzwischen ist der Anteil der Erstgeimpften auf 27,5 Prozent gestiegen, der Anteil der doppelt Geimpften nur minimal auf 6,4 Prozent.

Zweiter Impftermin rückt näher

Zu Beginn der Impfkampagne in den Seniorenheimen ging es vor allem darum, Bewohner und Pflegekräfte möglichst schnell komplett zu immunisieren. Mit dem Impfstoff von Biontech bedeutete dies einen Abstand von drei Wochen zwischen erster und zweiter Dosis. Inzwischen hat die Ständige Impfkommission (Stiko) ihre Empfehlung auf sechs Wochen hochgesetzt – die laut Hersteller maximale Zeitspanne. Bei Astrazeneca sind es sogar zwölf Wochen.


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Das führte dazu, dass im April vor allem die Zahl der Erstimpfungen stieg. Doch nun rückt für immer mehr Biontech-Geimpfte der Termin für die zweite Dosis näher. Doppelt Geimpfte dürfen 14 Tage nach der zweiten Dosis mit Erleichterungen im öffentlichen Leben rechnen.

Dennoch: Die Arztpraxen haben in der kommenden Woche und auch in der danach rund 50 Prozent mehr Impfstoff zur Verfügung als in der abgelaufenen Woche. Etwas mehr als die Hälfte ist von Biontech, der Rest von Astrazeneca.

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