Bockenem/Bornum - Im Ambergau haben die Vorbereitungen für den Bau von sieben Windrädern zwischen Bockenem und Bornum begonnen. In der Feldmark am Königsturm, der dem geplanten Windpark auch seinen Namen gibt, laufen bereits umfangreiche Bauarbeiten.
Der landkreis Hildesheim hatte im März vergangenen Jahres die Baugenehmigung für das Vorhaben erteilt, wenige Monate später erteilte die Bujndesnetzagentur in der Ausschreibung den Zuschlag. Damit waren alle formalen Hürden für das Projekt beseitigt. Und der Projektentwickler, die Firma SAB wind-Team aus Itzehoe, konnte loslegen. Geplant sind sieben Anlagen, die jeweils vom Boden bis zur Rotorspitze rund 250 Meter hoch werden sollen. Sie sollen pro Jahr jeweils rund 15 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren.
Erst Beton, dann Stahl
„Aktuell laufen die Erdbauarbeiten zur Erstellung der Erschließungswege und Kranstellflächen statt“, berichtet Helge Ahrens, bei SAB Leiter der Projektentwicklung. Unter anderem gehe es darum, den Boden zu verdichten, um desen tragfähigkeit zu erhöhen. Bald sollen die Fundamente folgen. „Je Fundament kalkulieren wir rund anderthalb Wochen bis zum Abschluss“, erläutert der Projektentwickler.
Voraussichtlich Anfang August bis Mitte Oktober würden zunächst die Betontürme mit einer Höhe von 89 Meter Höhe errichtet. Je Anlage ist eine Montagezeit von zehn Tagen eingeplant, einschließlich der Anlieferung der Betonteile. „Es werden Hybridtürme mit einer Gesamthöhe von 169 Meter errichtet. Der untere Teil besteht aus Betonfertigteilen, der obere aus drei Stahlrohrsegmenten“, berichtet Ahrens.
Betriebsstart in knapp einem Jahr?
Voraussichtlich Anfang September bis Januar 2025 folgt dann die Montage der Stahlrohrsegmente, des Maschinenhauses und der Rotorblätter. „Da die Endmontage in die windreicheren Herbst- und Wintermonate fällt, kann es zu Verzögerungen kommen“, erläutert der Projektentwickler. Bei guten Bedingungen sei für die Endmontage einschließlich Anlieferung der Komponenten und Kranmontage eine Woche je Anlage vorgesehen.
„Nach vollständiger Errichtung der ersten Anlage beginnen sofort die Arbeiten zur Inbetriebnahme, einschließlich der Verkabelung und die Einrichtung der Steuerung. Dafür kalkulieren wir etwa fünf Tage je Windrad“, führt der Projektentwickler weiter aus. Ab Mitte des Jahres erfolgt der Bau eines Umspannwerks. Im Frühjahr 2025 soll der Windpark dann in Betrieb gehen. Andere Projekte von Investoren, im Ambergau Windparks zu errichten, sind längst nicht so weit.
von Michael Vollmer
