Hubschrauber im Einsatz

Polizei sucht im Mittellandkanal nach Vermisstem aus Hohenhameln

Hohenhameln - Mit einem Hubschrauber suchte die Polizei am Freitag nach einem Mann. Die Ermittler gingen davon aus, dass er betrunken in den Mittellandkanal gestürzt sei. Doch alles war ganz anders.

Die Polizei suchte am Freitag am Mittellandkanal nach einem 48-Jährigen aus Hohenhameln. Foto: Chris Gossmann/HAZ-Archiv

Hohenhameln - Ein 48-jähriger Mann aus der Gemeinde Hohenhameln hat am Freitagabend einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Zwischenzeitlich gingen die Ermittler davon aus, dass der Mann in den Mittellandkanal gestürzt war. Am Ende fanden sie ihn jedoch wohlbehalten in seinem Bett.

Zum ersten Mal fiel der Mann am späten Freitagnachmittag gegen 17.25 Uhr auf. Eine Spaziergängerin meldete sich bei der Polizei. Sie war besorgt, weil sie einen stark schwankenden Mann mit einem Fahrrad im Bereich des Mittellandkanals auf der Höhe von Berkum beobachtet hatte. Der Mann sei immer wieder gestürzt, so die Anruferin.

Fahrrad und Rucksack im Wasser

Sofort fuhren Polizeibeamte zum Mittellandkanal. Sie konnten den Mann aber nicht mehr finden. Damit war der Fall erst einmal erledigt. Aber nur für kurze Zeit. Denn um 20.05 Uhr meldete sich ein Mann bei der Polizei. Er hatte in dem selben Bereich ein Fahrrad und einen Rucksack entdeckt.

Als die Polizeibeamten wieder zum Kanal fuhren, sahen sie Fahrrad und Rucksack im Wasser liegen. Die Ermittler gingen deshalb davon aus, dass der Mann in den Mittellandkanal gestürzt war – und riefen einen Polizeihubschrauber, die Feuerwehr und einen Spürhund zu Hilfe. Sie stoppten außerdem den Schiffsverkehr: Kein Schiff durfte den Bereich mehr passieren, um die Rettungsarbeiten nicht zu behindern.

Hubschrauber hat keinen Erfolg

Der Hubschrauber suchte den Bereich ab, hatte jedoch keinen Erfolg. Mitarbeiter von Feuerwehr und Polizei suchten das Ufer und das Wasser ab – ebenso ergebnislos.

Doch die eingesetzten Feuerwehrleute kamen dem Vermissten schnell auf die Spur: Sie fanden in dem Rucksack, den sie aus dem Wasser bargen, den Personalausweis des Mannes. Die Polizisten ermittelten und fanden heraus, dass nicht nur der 48-jährige Vermisste, sondern auch seine Schwester in der Gemeinde Hohenhameln leben.

Schwester hilft der Polizei

Die Polizei bat die Schwester des Mannes um Hilfe: Gemeinsam fuhren sie gegen 21.30 Uhr zur Wohnung des 48-Jährigen. Er lag angetrunken in seinem Bett und schlief. Der Spürhund kam deshalb gar nicht mehr zum Einsatz.

Nach Angaben eines Polizeisprechers hat der Mann seine Sachen mittlerweile auf der Dienststelle abgeholt. Es bleiben Rätsel offen: Wie der Mann vom Mittellandkanal zu seiner Wohnung gelangen konnte, ist völlig unklar.

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