Großeinsatz

Bewusstlose treibt kilometerweit durchs Leine-Hochwasser in Hannover: Frau stirbt im Krankenhaus

Hannover - Großer Rettungseinsatz im Hochwasser der Leine: Am Neujahrstag hat die Feuerwehr eine bewusstlose Frau aus der Leine gerettet. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, ist sie danach aber im Krankenhaus gestorben.

Einsatz im Hochwasser: Feuerwehr und DLRG mussten eine Frau aus der Leine retten. Foto: Michael Thomas

Hannover - Die Frau, die am Neujahrsnachmittag bewusstlos aus der Leine in Hannover gerettet wurde, ist im Krankenhaus gestorben. Das teilte eine Polizeisprecherin am Dienstag, 2. Januar, mit. Die Hintergründe des Vorfalls sind nach Angaben der Ermittlerinnen und Ermittler noch unklar. Die Todesursache werde noch ermittelt.

Nähere Angaben zur Identität waren zunächst nicht möglich. Nach Schätzungen der Feuerwehr handelte es sich um eine rund 70 Jahre alte Frau. Sie war offenbar kilometerweit durch das Hochwasser der Leine getrieben, bis die Feuerwehr sie retten konnte. Die Seniorin wurde in lebensbedrohlichem Zustand von einem Notarzt versorgt und ins Krankenhaus gebracht.

Einsatz am Hochwasser der Leine: Rettungskräfte suchen nach Frau

Wie genau es zu dem Unglück kommen konnte, war zunächst noch unklar. So viel aber war am Neujahrstag bekannt: Passanten gegen hatten gegen 16.10 Uhr einen im Wasser treibenden Menschen per Notruf gemeldet. Feuerwehr und DLRG rückten sofort zu einem Wasserrettungseinsatz aus. „Aufgrund der derzeit hochwasserbedingten sehr hohen Strömungsgeschwindigkeiten teilten sich die alarmierten Einsatzkräfte bereits auf der Anfahrt auf und fuhren zeitgleich verschiedene, strategisch wichtige Punkte im Flussverlauf an“, sagte Feuerwehrsprecher Oliver Reiche am Montag.

Fast 50 Einsatzkräfte in 16 Fahrzeugen suchten etwa eine Stunde im Hochwasser nach der Vermissten, bis ein Feuerwehrboot an der Schwanenburgbrücke schließlich fündig wurde. Eine solch enorme Strecke bewusstlos auf dem Wasser durchzuhalten, wäre schon bei normalen Pegelständen beachtlich. Denn auf dem Weg über den Schnellen Graben, die Ihme und die Leine gibt es Hindernisse – unter anderem das Wasserkraftwerk am Schnellen Graben. Dort rauscht das Wasser mehrere Meter in die Tiefe hinab.

von Manuel Behrens mit dpa-Material

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