Bodenburg - Nach 13-monatiger Bauzeit ist die umfassende Sanierung und Modernisierung der Bodenburger Turnhalle abgeschlossen. Grundschule und MTV mussten als Hauptnutzer des Gebäudes während der Zeit viele Kompromisse eingehen. Jetzt können sie wieder durchstarten.
Innenraum komplett saniert
„Die Halle hat nach den Arbeiten ein ganz neues Erscheinungsbild“, erklärte Bad Salzdetfurths Bürgermeister Björn Gryschka anlässlich der Wiedereinweihung. Zuletzt habe es 2009 habe es dort eine Renovierung gegeben. Finanziert wurden die Arbeiten, die sich damals überwiegend auf den Außenbereich konzentrierten, aus dem Topf des Konjunkturpakets I.„Mehr als zehn Jahre hat es gedauert, bis neue Förderrichtlinien für Sportstätten aufgelegt wurden“, so der Verwaltungschef. Bei der aktuellen Komplettsanierung stand nun der Innenbereich im Fokus.
Die Liste ist lang: So wurden Hallenboden, Prallschutz, Duschen und WC-Anlagen und die Fenster in den Dusch- und Geräteräumen erneuert. Aber auch die in die Jahre gekommene Elektrotechnik und die Sanitärinstallation mussten modernisiert werden. Neu ist eine zentral gesteuerte Lüftungsanlage. Es gab während der Bauzeit einige böse Überraschungen. So entdeckten die Handwerker unter dem Hallenboden einen maroden Schmutzwasserkanal, von dem niemand etwas wusste. Die zuvor geschätzten Kosten von 408 000 Euro kletterten deshalb am Ende auf 443 000 Euro. Das Land bewilligte einen Zuschuss in Höhe von 201 000 Euro, so dass am Ende eine knappe Viertelmillion Euro von der Stadt aus Steuermitteln zur Verfügung gestellt wurden.
Sanierung statt Neubau
Die Projektentwicklung hatte die Gesellschaft für Kommunale Immobilien (GKHi) übernommen. „Eine Alternative wäre ein Neubau gewesen. Die Stadt hat sich dagegen entschieden und neben finanziellen Gründen auch unter Umweltaspekten gehandelt. Der Erhalt eines Gebäudes ist oftmals unter ökologischen Gesichtspunkten die bessere Lösung“, erklärte der Prokurist der GKHi, Matthias Kaufmann.
Kaufmann dankte für die Geduld der Nutzer. Immerhin mussten die Grundschule und der MTV 13 Monate auf die Turnhalle verzichten. „Die Halle wird vom beinahe gesamten Südraum genutzt. Dort finden nicht nur sportliche Aktivitäten statt, sondern auch Veranstaltungen und Feste“, erklärte Ortsbürgermeister Heinrich Schrell. Die Freude über die grundlegende Sanierung sei beim MTV sehr groß, betonte dessen Vorsitzender Thomas Froböse. Allerdings liege keine einfache Zeit hinter den Sportlern. Zu der Sanierung sei noch die Corona-Pandemie gekommen. „Die Organisation war für uns sehr aufwändig. Wir haben, wenn die Möglichkeit bestand, Sporthallen in anderen Orten genutzt“, so Froböse. Auch die Grundschüler können nun wieder durstarten. Es sei nach der vorübergehenden Schließung erst bewusst geworden, was fehlt, so Rektorin Elke Klußmann.
