Borsum. Die Tischtennis-Herren des Drittligisten TTS Borsum sind nach der 2:6-Heimniederlage gegen Hertha BSC Berlin weiter punkt- und sieglos. Dabei täuscht das klare Endresultat über den wahren Spielverlauf hinweg. „Da war für uns wesentlich mehr drin. Wir haben aber leider vier Partien im Entscheidungsdurchgang verloren“, klagte TTS-Teamchef Olaf Sprung.
Vor dem Spiel blitzte bei den Borsumern noch ein Hoffnungsschimmer auf. Schließlich hatten die Berliner bei der Abgabe der Mannschaftsmeldung bekannt gegeben, dass ihr Spitzenspieler Philipp Floritz verletzungsbedingt nicht zur Verfügung stehen würde. Aber auch das TTS-Team konnte nicht in Bestbesetzung antreten – mit Marcus Hilker fehlte die etatmäßige Nummer vier. „Marcus hatte darum gebeten, beim 70. Geburtstag seines Großvaters mit dabei zu sein. Wir waren natürlich alle damit einverstanden“, erklärte Sprung.
Vor 152 Zuschauern verlor Borsum zunächst beide Eingangsdoppel. Conny Schmidt und Patrick Landsvogt ließen dabei eine 2:1-Satzführung ungenutzt. Auch Patrick Decker (gegen Ex-Nationalspieler Torben Wosik), Marius Hagemann (gegen Sebastian Borchardt) und Schmidt (gegen Andy Römhild) kassierten später unglückliche Fünfsatz-Niederlagen.
Zwei Spiele gewann das Borsumer Quartett aber trotzdem. Zunächst zwang Frontmann Decker sein Gegenüber Borchardt in vier Sätzen (6:11, 11:8, 11:5, 11:6) in die Knie. Den zweiten Zähler brachte ausgerechnet Ersatzmann Landsvogt unter Dach und Fach. Der Materialexperte behauptete sich in fünf Durchgängen (11:8, 8:11, 8:11, 11:7, 11:6) gegen Deniz Aydin.
