Ausbreitung des Coronavirus

Corona-Inzidenz: Anstieg beschleunigt sich – aber nicht in Hildesheim

  - Die bundesweiten Corona-Zahlen gehen immer schneller nach oben. Im Kreis Hildesheim bleibt der Kennwert mit 5,8 aber fast konstant. In Hannover gelten jetzt schärfere Regeln.

Inzidenz Foto: Werner Kaiser

Kreis Hildesheim - Die Sieben-Tage-Inzidenz für Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist im Landkreis Hildesheim am Donnerstag minimal gestiegen. Das Robert-Koch-Institut meldete am Morgen einen Kennwert von 5,8, nachdem die Inzidenz am Mittwoch bei 5,4 gelegen, davor aber fünf Tage hintereinander 6,9 betragen hatte.

In den vergangenen sieben Tagen gab es im Kreis Hildesheim 16 neue laborbestätigte Fälle. Der Landkreis selbst meldete am Mittwoch keinen neuen Fall, die Differenz erklärt sich aus der zeitlichen Verzögerung bei der Weitergabe der Daten an das RKI.

Bundes- und landesweit setzte sich hingegen die ansteigende Tendenz nicht nur fort, sie beschleunigte sich auch. Deutschlandweit kletterte die durchschnittliche Inzidenz von 7,1 auf 8,0. Mit 1642 neuen Fällen in der Bundesrepublik gab es sogar noch mehr als am Mittwoch. Die Zahl der Todesfälle (32) liegt allerdings im Verhältnis zu den Inzidenzwerten erneut deutlich niedriger als in den vergangenen Wochen. Für das Land Niedersachsen meldete das RKI eine Durchschnitts-Inzidenz von 7,0 (Vortag: 6,1). Auch hier beschleunigt sich demnach der Anstieg.

Hannover verschärft ab sofort

In der Region Hannover haben sich die Zahlen allerdings weitgehend stabilisiert. Das Institut meldete nur einen leichten Anstieg der Inzidenz von 12,2 auf 12,5. In der Landeshauptstadt und ihrem Umland gelten ab sofort die etwas schärferen Corona-Schutzmaßnahmen aus der nächsthöheren Kategorie des niedersächsischen Stufenplans. Erst wenn die Inzidenz an fünf Werktagen hintereinander unter 10,0 liegt, würde wieder gelockert.

Für Salzgitter wurde noch einmal ein spürbarer Anstieg von 14,4 auf 19,2 gemeldet, dort dürften ab Freitag wieder schärfere Regeln gelten. Allerdings zeigen die Zahlen aus der Stahlstadt auch, wie schnell das gehen kann. Hinter der Inzidenz von 19,2 stehen gerade einmal 20 Neuansteckungen in den vergangenen sieben Tagen.

Rückgang bei zwei Nachbarn

In den weiteren Hildesheimer Nachbarkreisen liegen die Werte weiterhin zum Teil deutlich unter dem Grenzwert von 10,0, in einigen sanken sie sogar. Im Landkreis Peine ist die Inzidenz stabil bei 5,2, in Wolfenbüttel blieb sie bei 6,7. Der Landkreis Holzminden verzeichnete einen deutlichen Anstieg von 1,4 auf 7,1 – in absoluten Zahlen: fünf Fälle statt einen. Im Kreis Hameln-Pyrmont stieg die Inzidenz leicht von 2,7 auf 3,4. Im Landkreis Northeim sank sie hingegen von 1,5 auf 0,8, in Goslar fiel sie von 5,9 auf 4,4. Mit Friesland hat ein Landkreis in Niedersachsen eine Inzidenz von 0,0.

Die höchste Inzidenz in Deutschland hat nun der Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz mit 42,0, den höchsten Inzidenzwert in Niedersachsen hat die Stadt Wolfsburg mit 20,9.

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