Vierter Fall in Uetze

Corona: Neue Fälle in Braunschweig und der Region Hannover

Hannover/Braunschweig - Erstmals hat sich in der Region Hannover eine Frau mit dem Coronavirus infiziert. Und auch in Braunschweig gab es einen ersten Fall. Gesundheitsministerien Reimann warnt vor panischen Reaktionen in der Bevölkerung.

Erstmals wurde das Virusin der Region Hannover auch bei einer Frau nachgewiesen. Foto: Marijan Murat/dpa

Hannover/Braunschweig - Die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus nachweislich infizierten Menschen ist in Niedersachsen bis zum Donnerstagabend auf 18 gestiegen. Das teilte das Gesundheitsministerium mit. Betroffen sind demnach die Regionen Hannover, Osnabrück, Cuxhaven, Celle, Oldenburg, Wilhelmshaven sowie die Landkreise Ammerland, Grafschaft Bentheim, Leer, Rotenburg (Wümme) und Stade. Auch aus Braunschweig wurde am Donnerstag der erste Fall gemeldet.

In Bremen blieb es bei drei bestätigten Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2.

Reimann warnt vor panischen Reaktionen

Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann hat unterdessen vor panischen Reaktionen auf die Ausbreitung des neuen Coronavirus gewarnt. „Es greift eine Angst um sich, für die es keinen wirklichen Grund gibt“, sagte die SPD-Politikerin im Interview der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Es handelt sich bei Corona nach allem, was wir wissen, um eine Erkrankung, die in den allermeisten Fällen eher leicht verläuft und die wir gut behandeln können, wenn sie denn überhaupt behandelt werden muss.“



Zweiwöchige “Coronaferien“, wie sie der Virologe Alexander Kekulé vorgeschlagen hatte, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen, seien nicht nötig. Auch Hamsterkäufe seien „übertrieben“. Niemand müsse sich Sorgen machen, zu wenig Essen zu bekommen - auch in häuslicher Quarantäne nicht. „Dann wird Ihnen etwas vor die Tür gestellt“, sagte Reimann. Das lässt sich alles organisieren, selbst wenn Familienangehörige, Freunde und Bekannte nicht in der Nähe leben.“

In Niedersachsen gab es nach Behördenangaben bis Donnerstagfrüh elf bestätigte Fälle der Krankheit Covid-19. Die Gesundheitsministerin betonte, das Virus zirkuliere noch nicht, es handele sich um Einzelfälle. Hoffnung mache zudem das nahende Frühjahr: Bei Sonne und Trockenheit würden die Bedingungen für das Virus schlechter.

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