Bad Salzdetfurth - Kein Happy End für die Riesenspinne aus dem Bananenkarton: Wie Lidl-Sprecherin Sonja Kling am Mittwoch auf Nachfrage mitteilte, sei das Tier in dem seit Dienstag luftdicht verschlossenen Karton gestorben. Wie berichtet, hatten Mitarbeiter in der Filiale Bad Salzdetfurth das exotische Tier entdeckt, als sie am Vormittag die gelben Früchte gerade auspacken wollten. Die für unsere Verhältnisse relativ große Spinne versetzte den Beschäftigten einen gehörigen Schreck.
Feuerwehrleute zeigen Mut
Nach einem „standardisierten Alarmierungs- und Maßnahmenprozess“ (Lidl) verständigte die Filiale die Feuerwehr und zusätzlich einen Schädlingsbekämpfer. Weil der zunächst wohl nicht zu erreichen war, nahmen die Feuerwehrleute allen Mut zusammen: Mit Schutzhandschuhen wurde der Bananenkarton verschlossen, in eine Tüte gesteckt und zusätzlich mit Folie versiegelt – ehe der Schädlingsbekämpfer später übernahm.
Naturkundemuseum interessiert
Dabei hätte für die – für Menschen übrigens ungefährliche – Riesenkrabbenspinne aus Lateinamerika doch noch alles gut werden können: Der Spinnenexperte Dr. Hubert Höfer, Abteilungsleiter im Staatlichen Museum für Naturkunde in Karlsruhe, hatte angeboten, das Tier zu übernehmen.
Beleg für die Sammlung
Auf Bitten der HAZ hatte er das Tier bestimmt und klargestellt, dass von dem Achtbeiner „keine ernste Gefahr“ ausgehe. „Auch wenn es zu Tode kommt, würden wir es annehmen und mit entsprechenden Daten (wann, wo gefunden; Bananen welcher Herkunft?) bei uns als Beleg in die Sammlung stecken“, so Höfer.
Lidl möchte die Geschichte allerdings wohl möglichst schnell abhaken: Der Schädlingsbekämpfer habe das tote Tier abgeholt. Er kümmere sich jetzt auch um den Verbleib.
