Forschung

Das hat es in Deutschland noch nicht gegeben: HAWK-Forscher bringt die Hochschule in die Königsklasse

Hildesheim/Göttingen - Die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst mit Hauptsitz in Hildesheim hat international keinen strahlenden Namen – bis jetzt. Ein besonderer Preis bringt die Hochschule in die Liga von Göttingen und Co.

Professor Christoph Rußmann und Nina Viessmann bereiten Experimente am Femtosekundenlaser zur Bestrahlung von Zellen vor. Foto: HAWK

Hildesheim/Göttingen - Ein Forscher der HAWK hat eine besondere Auszeichnung erhalten – und damit einen Rekord aufgestellt. Professor Christoph Rußmann erhält für das Projekt FEMTOMICS einen sogenannten ERC Advanced Grant des Europäischen Forschungsrats. Das ist eine Auszeichnung, die sonst eher an große Universitäten wie Göttingen oder an Forschungseinrichtungen wie das Max-Planck-Institut geht. Dass eine Hochschule für angewandte Wissenschaften diese Ehrung erhält, ist in Deutschland bislang nicht passiert. Es mutet ein bisschen an, als würde eine gute Zweitligamannschaft plötzlich in der Champions League auftrumpfen. So ist es aktuell zum Beispiel noch nicht möglich, ohne Kooperation mit einer Universität an der HAWK zu promovieren (das wird voraussichtlich erst 2027 gehen), während in Göttingen seit fast 300 Jahren Spitzenforscher ausgebildet werden.

Forschung zu Gesundheit und Krankheit

Apropos Göttingen: Auch wenn der Hauptsitz der HAWK in Hildesheim ist, arbeitet Rußmann mit seinem Team vor allem in Göttingen. Seine Arbeit zielt darauf ab, mithilfe spezieller Laser und mit KI-Unterstützung Erkenntnisse darüber zu erlangen, wie Grundprozesse in Zellen zeitlich koordiniert sind. Das wiederum hängt damit zusammen, wie die Zellen ihr Erbgut regulieren – und wie diese Abläufe Gesundheit und Krankheit beeinflussen.

Der ERC Advanced Grant geht auch mit Fördergeldern für Rußmanns Projekt einher. Die Höhe des Preisgeldes ist aber noch nicht festgesetzt, wie es vonseiten der HAWK heißt.

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