Offene Gartenpforte 2024

Das Wichtigste ist die Begegnung – und jeder Garten ist schön: Das bietet die Offene Gartenpforte im Kreis Hildesheim

Kreis Hildesheim - Der Verein Gartenkultur Hildesheim hat dieses Jahr 53 Gartenbesitzer und -besitzerinnen für die Offene Gartenpforte gewonnen. An 97 Terminen von April bis September gibt es die grünen Oasen zu sehen – und oft noch mehr. Alle Infos auf einen Blick.

Viel Grün erwartet die Besucher und Besucherinnen wieder bei der Offenen Gartenpforte - so wie hier im Garten von Renate und Bernward Kmietsch. Foto: Wiebke Barth

Kreis Hildesheim - In Stadt und Region Hildesheim öffnen 53 Gärten in diesem Jahr ihre Pforten für Besucher und Besucherinnen. An 97 Terminen können Hobby-Gärtner und Gärtnerinnen fachsimpeln, sich Tipps und Ideen abholen oder die grünen Oasen einfach nur genießen.

Die Offene Gartenpforte gibt es in der Region Hildesheim seit 2006, damals haben sich 24 Gartenbesitzer und -besitzerinnen beteiligt. Organisatorin war und ist bis heute Ursula Kreye-Wagner. Speziell für die Veranstaltung der Offenen Gartenpforte habe sie mit einer Freudin den Verein Gartenkultur Hildesheim e.V. gegründet, erzählt Kreye-Wagner. Im ersten Jahr hätten vor allem befreundete Gartenbesitzer mitgemacht, doch in den letzten Jahren seien immer um die 50 Gärten dabei gewesen.

Aufgrund von Befragungen schätzt sie, dass rund 12.000 Besucher und Besucherinnen im Jahr die Gelegenheit nutzen – wobei sicherlich manche Gartenfreunde mehrfach gezählt seien. Das Schönste an der Veranstaltung sei in ihren Augen die Begegnung, der Austausch untereinander, sagt Kreye-Wagner.

Für die Schönheit der Gärten gibt es keine Kriterien

Ganz unterschiedliche Gärten kündigen die Gastgeber im Programm an: kleine Stadt- und riesige Landhausgärten, Gärten, die thematisch gegliedert sind, nach Feng Shui Prinzipien gestaltet oder von Spalierbäumen unterteilt. Gärten mit Teichen oder besonders geeignet für Igel. Gärten, in denen Essbares wächst, oder es Pflanzen zum Mitnehmen gibt. Ihr sei es wichtig, keine Kriterien für die Schönheit eines Gartens festzulegen, betont Ursula Kreye-Wagner: „Jeder investiert viel Zeit und Mühe und findet seinen Garten schön“, sagt sie.

Die Termine der Offenen Gartenpforte sind nach Frühling, Sommer und Herbst unterteilt, und manche Gärten nehmen mehrmals zu verschiedenen Jahreszeiten teil: Jede Phase bringt schließlich im Garten andere Blüten, Früchte und Farben hervor.

Viele Gartenbesitzer und Gartenbesitzerinnen versprechen lauschige Sitzgelegenheiten, auch Kaffee und Tee wird vielfach angeboten. Es sind auch mehrere Teilnehmende dabei, die eine Werkstatt betreiben, neben dem Genuss des Gartens auch Kunsthandwerk und Dekoartikel anbieten oder zum Termin eine Ausstellung und Musik organisieren. Dass die Teilnehmenden bei der Offenen Gartenpforte auch Dinge zum Kauf anbieten, sei kein Problem, sagt Kreye-Wagner: „Aber der Garten muss im Mittelpunkt stehen.“

Diese Gärten sind im April für Besichtigungen geöffnet

Am kommenden Wochenende, dem 20. und 21. April, öffnet am Samstag und Sonntag Familie Hantelmann in der Wilkbildstraße 6 in Ilsede/Münstedt von 12 bis 18 Uhr ihren großen Garten im Landhausstil. An beiden Tagen findet um 13.30 Uhr eine Führung statt. Zu den Gartenbereichen dort zählen ein Lavendel- und Gräsergarten, ein Kinderparadies, Hochbeete und ein Schneidegarten. Pavillions und Sitzplätze gibt es zu entdecken. Zugunsten eines sozialen Zwecks werden Kaffee und Kuchen verkauft.

Renate und Bernward Kmietsch öffnen ihre Gartenpforte am Samstag, 27. April, und Sonntag, 28. April, jeweils von 11 bis 18 Uhr: An den Teichen 13 in Klein Förste.

Am Sonntag, 28. April, von 11 bis 17 Uhr, können Besucher und Besucherinnen bei Susanne Mewes im Siedlungsweg 14 in Hildesheim einen romantischen Garten mit einer Sammlung historischer Rosen, mit alten Obstbäumen und Frühlingsblühern genießen. Rosen und Gartendeko werden auch verkauft.

Am gleichen Tag und zur selben Zeit ist auch der naturnahe Garten von Peter Visser in Bettmar, Hildesheimer Straße, zu besichtigen. Zu sehen ist unter anderem eine Vielfalt von Frühlingsblühern und Hosta-Stauden.

Kunsthandwerk und Cafeteria

Bei Inge Reulecke, Neuhofer Straße 117 in Hildesheim, entdecken Besucher und Besucherinnen am Samstag, 27. April, von 14 bis 18 Uhr, sowie am Sonntag, 28. April, von 11 bis 18 Uhr, einen großen Garten, dessen abfallendes Gelände durch Steinmauern zu Terrassen geformt ist. Kirschbäume, Staudenbeete, ein Teich und eine Wildrose zieren den Garten. Es gibt eine Kunsthandwerksausstellung und eine Cafeteria.

Ebenfalls am Sonntag, 28. April, laden Hannelore und Bernd Lemme in ihren Garten in der Wilhelm-Busch-Straße 1 in Barienrode ein. Ihr „Wohlfühlgarten“ ist durch viele Elemente kreativ gestaltet, so dass immer neue Blickpunkte entstehen. Die Gestaltung nach Feng Shui soll dabei für die Balance sorgen.

Im Garten von Christa Armbrust, Am Kupferstrange 17 in Hildesheim, wachsen Blumen und Stauden, Obst und Gemüse. Der Garten kann nur nach telefonischer Vereinbarung (Tel. 01 79/4 94 45 41) besichtigt werden, dafür aber das ganze Jahr.

Programm bietet Termine bis September

Auch in den folgenden Monaten bis September gibt es Termine der Offenen Gartenpforte. Programmhefte liegen in der Tourist-Info in Hildesheim aus sowie in vielen Gemeindebüros und Gärtnereien im Landkreis. Außerdem ist das Programm auf offenegartenpforte-hildesheim.de im Internet zu sehen.

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