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Start ins Berufsleben: Alles ist denk.bar!

Kein Schulabschluss – keine Perspektive? Diese Zeiten sind zum Glück vorbei.

Erfreut sich großer Beliebtheit: Die Qualifizierung im "grünen Bereich" im Einklang mit der Natur macht Spaß und ist besonders abwechslungsreich.

Nach dem Ende der Schulzeit möchte jeder gern ins Berufsleben durchstarten. Doch nicht immer führt der Weg für junge Leute mit Unterstützungsbedarf direkt in ein sozialversicherungspflichtiges Ausbildungsverhältnis auf dem ersten Arbeitsmarkt. Manchmal fehlt für den Traumberuf der benötigte Abschluss, manchmal sind die Anforderungen insgesamt einfach noch zu schwer. Die berufliche Bildung kann aber durch verschiedene Angebote gefördert werden. Sie sind wichtige Bausteine für ein selbstbestimmtes Leben und eine erfolgreiche Berufswahl. Wenn eine reguläre Berufsausbildung nicht möglich ist, können qualifizierende Bildungsmaßnahmen in Anspruch genommen werden. Die Agentur für Arbeit ist hier der erster Ansprechpartner und unterstützt beim Übergang von der Schule in den Beruf.  

Einer ihrer Kooperationspartner ist die „denk.bar“ der proTeam Himmelsthür (pTH) gGmbH, die als zertifizierter Bildungsträger im Rahmen einer zweijährigen Qualifizierungsmaßnahme ein breites Spektrum vielseitiger und individuell angepasster Angebote für Menschen mit Assistenzbedarf bereithält. Ziel ist die selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe am Arbeitsleben.

Im Januar 2020 ist die denk.bar, der Berufsbildungsbereich der pTH, von Sorsum in die Eduard-Ahlborn-Straße 3 in Hildesheim gezogen. „Die denk.bar ist dadurch viel zentraler gelegen und auch fußläufig von Bahnhof erreichbar“, freut sich Christine Schmid, Leiterin des Berufsbildungsbereiches. Im Rahmen einer Maßnahme der Agentur für Arbeit werden hier Menschen mit Assistenzbedarf bei der Berufsfindung unterstützt. Dabei stehen für die berufliche Qualifizierung verschiedene Fachbereiche zur Auswahl.

„Unsere Zielgruppe sind vorrangig junge Leute mit Unterstützungsbedarf, die eine Förderschule besucht haben oder als Inklusionsschüler an einer Regelschule beschult wurden und diese nach der 9. oder 10. Klasse ohne Abschluss verlassen “, erklärt Christine Schmid. „Unsere Qualifizierungs-Angebote richten sich aber auch an Personen, die sich z.B. aufgrund einer später erworbenen Beeinträchtigung beruflich umorientieren möchten.“  Hier können dann z.B. auch die Rentenversicherung, Berufsgenossenschaft oder Unfallversicherungen erste Ansprechpartner sein und die Maßnahme bewilligen.  „Sobald die Zusage der Leistungsträger vorliegt stellen wir einen passenden Bildungsplatz zur Verfügung, um dem Teilnehmer eine Qualifizierung zu ermögliche, die den persönlichen Interessen und Fähigkeiten entspricht.  Denn jeder hat doch seine ganz eigenen Wünsche und Vorlieben, möchte sich ausprobieren und Erfahrungen sammeln“, sagt Christine Schmid.

Die gemeinsamen Zukunftsplanungen seien daher ganz individuell: Was kann ich wirklich gut? Was möchte ich lernen? Wo liegen meine Neigungen? Was möchte ich erreichen? Das alles sind Fragen, die zunächst geklärt werden müssen. „Viele, die zu uns in die denk.bar kommen, haben bei proTeam schon einmal ein Praktikum gemacht, was sehr vorteilhaft ist, da es eine erste berufliche Orientierung vermittelt. Aber Voraussetzung ist das nicht, denn das Kennenlernen der Fachbereiche und verschiedene Praktika sind auch während der Maßnahme möglich. Wir helfen dabei, den richtigen beruflichen Weg zu finden. Alle Vorstellungen lassen sich zwar nicht immer zu 100 Prozent umsetzen, aber wichtig ist, dass die Richtung stimmt und der Teilnehmer einen Arbeitsplatz findet, der ihm Spaß macht und an dem er sich wohlfühlt!“ In Kleingruppen werden die Teilnehmenden von ihren persönlichen Bildungsbegleitern betreut und angeleitet. Neben der beruflichen Handlungsfähigkeit werden auch persönliche Kompetenzen wie Selbstwertgefühl, Sozial- und Arbeitsverhalten und auch lebenspraktischen Fähigkeiten individuell gefördert. 

Der Name des Berufsbildungsbereiches ist dabei Programm. Denn alles ist denk.bar! Christine Schmid: „Egal, ob man gern im ,grünen Bereich‘ arbeiten, handwerklich anpacken oder im Büro tätig werden möchte, wir finden den passenden Platz. Und zwar sowohl innerhalb der Werkstatt-Fachbereiche als auch außerhalb auf ausgelagerten Bildungsplätzen im ersten Arbeitsmarkt.“

Die Berufsfelder der Werkstatt-Fachbereiche sind Lagerlogistik, Garten- und Landschaftsbau, die Ökologische Landwirtschaft mit Hofladen in Sorsum, der Textilbereich, der Second-Hand-Laden trag.bar mit Café, die Gemeinschaftswäscherei Himmelsthür, das Büro für leichte Sprache sowie das Kunstatelier Wilderers. Ergänzt wird die Qualifizierung durch Berufsschulunterricht an der Walter-Gropius-Schule, interessante Projekte, Fortbildungen und begleitende Angebote.

 „Zudem haben wir auf dem ersten Arbeitsmarkt zahlreiche Kooperationspartner, in deren Betrieben qualifiziert wird; die Palette der beruflichen Möglichkeiten wächst daher ständig. Einen weiteren Schritt in Richtung erster Arbeitsmarkt stellt auch die bei uns durchgeführte, und von der Landwirtschaftskammer akkreditierte, zweijährige Qualifizierung zur Hilfskraft im Gartenbau dar.“

Und danach? „Wunsch, Erfolg und erworbene Fähigkeiten entscheiden darüber, ob nach der Maßnahme ein Arbeitsplatz in einer pTH-Werkstatt oder außerhalb das Ziel ist. Auch hier ist vieles mach.bar: Unsere Jobcoaches sind Fachleute auf dem Gebiet und unterstützen ganz individuell beim Sprung in den ersten Arbeitsmarkt“, versichert Christine Schmid. „Wir möchten jungen Menschen den Weg in ein erfülltes (Arbeits-)Leben ebnen und ihnen dabei helfen, sich auszuprobieren, Erfahrungen zu sammeln und sich beruflich zu qualifizieren.“

Schulabgänger 2021 können am 1. September in der denk.bar starten.  Ein Quereinstieg ist jedoch auch zu jedem anderen Zeitpunkt möglich.  

Für ein Beratungsgespräch zu den beruflichen Möglichkeiten steht Christine Schmid gern unter Telefon 0 51 21 / 604-118 oder per E-Mail christine.schmid(at)pth-himmelsthuer.de zur Verfügung.


Weitere Informationen gibt es auch hier und hier.

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