Kreis Hildesheim - Der Defekt in einem Stellwerk in Hannover hat am Mittwochvormittag den Bahnverkehr in der Region Hildesheim gestoppt. Sämtliche Linien im Nah- und Fernverkehr waren durch den Ausfall an einem der wichtigsten Knotenpunkte Norddeutschlands betroffen. Der Zugverkehr rollte gegen 11.30 Uhr wieder an. Fahrgäste müssen jedoch weiterhin mit Verspätungen rechnen und sollten sich online auf dem Laufenden halten, so Simon Märtens, Sprecher des Unternehmens Metronom, auf Nachfrage der Redaktion.
Dieses war ebenfalls von der Störung betroffen. Hinzu kamen im Kreis Hildesheim die Linien S 3 und S 4 zwischen Hildesheim, Hannover und Bennemühlen, der Regionalzug Enno sowie der Erixx (RE 10), der die Region mit der Landeshauptstadt und dem Harz verbindet. Auch Fernzüge konnten nicht fahren.
Defekt behoben
„Die Störung war gegen 11 Uhr behoben“, erklärte eine Sprecherin der Deutschen Bahn gegenüber der Redaktion. Fahrgäste können jedenfalls aufatmen – andernfalls hätte es nach dem Chaos durch das Sturmtief Elli schon wieder massive Probleme gegeben.
Die Störung trat offenbar gegen 10.15 Uhr auf. Die Bahntochter DB InfraGo, die für die Infrastruktur zuständig ist, sprach von einem „Totalausfall“, die Ursache bleibt bislang unklar. Die S-Bahn Hannover wiederum berichtete hingegen von einem Stromausfall, der zu den Problemen im Stellwerk geführt habe. Die Einschränkungen betrafen sowohl die Nord-Süd-Achse (etwa Richtung Leinebergland, Göttingen oder Hamburg) als auch die Ost-West-Trasse, beispielsweise nach Wolfsburg/Berlin oder Köln.
Mit Peer Hellerling
