Hildesheim - Zehn Jahre ist es her, dass der SV Bavenstedt zuletzt den Kehrwieder-Cup ausgetragen hat. Für die diesjährige Auflage des Fußballvorbereitungsturniers im Juli hatten sich nach einem Aufruf in dieser Zeitung der FC Concordia Hildesheim, der SC Harsum und bereits erwähnter SV Bavenstedt beworben. „Alle drei wären gute Gastgeber“, sagte Rainer Fricke, langjähriger Turnierchef des Kehrwieder-Cups, am Montagabend. Fricke saß gemeinsam mit sechs anderen in der Jury, die darüber bestimmen sollte, wer denn den Zuschlag als Austragungsort des Kehrwieder-Cups 2026 bekommen soll. „Und alle drei hätten es auch sehr verdient“, ergänzte Mustafa Sancar, kaufmännischer Geschäftsführer der EVI Energieversorgung Hildesheim. Auch er gehört zur Jury.
Zwölf Mannschaften werden vom 6. bis 12. Juli um die Trophäe spielen. Gesucht wurde ein Nachfolger für den VfR Germania Ochtersum, der den Cup 2025 ausgerichtet hatte. Und nach zehn Jahren darf sich nun der SV Bavenstedt im kommenden Sommer wieder auf die Austragung freuen.
Siebenköpfige Jury
Darauf legte sich am Montagabend die Jury fest, der neben Mustafa Sancar und Rainer Fricke auch die Spielausschussvorsitzende des NFV-Kreises Hildesheim-Holzminden, Isabell Hartmann, der Vermarktungsleiter des Medienhauses Gerstenberg, Daniel Rothert, sowie die Sportredakteure Ulrich Hempen, Pascal Wienecke und Maximilian Willke angehörten. „Und es ist ganz bewusst keine Entscheidung gegen einen anderen Bewerber, sondern für den SV Bavenstedt“, erklärte Sancar.
2016, als der Cup letztmals beim SVB ausgetragen wurde, gastierten noch 20 Teams auf der Anlage an der Bavenstedter Hauptstraße. Es kam sogar zum kuriosen Finale zwischen der ersten und der zweiten Mannschaft des SVB. Die Reserve um Trainer Christian Müller sorgte damals in der Bezirksliga für Furore, so auch beim Kehrwieder-Cup.
Mustafa Sancar lobt die Bedingungen
In diesem Sommer richtet der Landesligist erneut das größte Hildesheimer Vorbereitungsturnier aus, dann mit zwölf Mannschaften. „Die Modus-Anpassung im vergangenen Jahr war eine gute Sache, gerade für die teilnehmenden Teams“, erklärte Daniel Rothert.
Ausschlaggebend für Bavenstedt seien unter anderem die sportliche Kontinuität, aber auch die Beharrlichkeit der Bewerbungen gewesen – regelmäßig hatte sich der Klub um das Turnier bemüht und nahm Absagen sehr sportlich. „Außerdem kann ich mich an kaum einen Kehrwieder-Cup ohne den SV Bavenstedt erinnern“, sagte Rainer Fricke. Mustafa Sancar lobte zudem die Bedingungen vor Ort: „Die Tribüne kann sowohl bei Sonne als auch bei Regen ein Vorteil sein.“
VfV 06 soll weiterhin Teil des Cups bleiben
Auch über die teilnehmenden Teams, den Modus und mögliche Einlagespiele dachten die Jurymitglieder während ihrer Sitzung nach. Isabell Hartmann brachte die Idee ein, möglicherweise auch mal eine Holzmindener Mannschaft in den Cup zu integrieren. „Als Zeichen des Zusammenhalts im neuen, dann bald ein Jahr alten NFV-Kreis Hildesheim-Holzminden“, sagte sie. Eine Idee, die bei allen Beteiligten Anklang fand. Der Modus sieht zunächst vier Dreiergruppen vor, ehe die jeweiligen Gruppenersten im Halbfinale die Endspielteilnehmer ermitteln.
Auch Oberligist VfV Borussia 06 Hildesheim soll weiterhin Teil des Cups sein. Im vergangenen Jahr spielten die Hildesheimer am Finaltag im Vorfeld des Endspiels gegen eine Hildesheimer Auswahl. Titelverteidiger ist im Übrigen der SV Newroz, der im Finale souverän mit 3:0 den SV Bavenstedt besiegt hatte.
Gleich zwei Jubiläen
Übrigens: Das Wochenblatt „Kehrwieder am Sonntag“ feiert in diesem Jahr 50-jähriges Bestehen. „Da ist es natürlich klar, dass zum Jubiläumsjahr auch der Kehrwieder-Cup gehört“, so Daniel Rothert. „Und mit dem SV Bavenstedt haben wir einen perfekten Veranstalter gefunden.“ Denn auch der SVB feiert mit seinem 80-jährigen Bestehen einen runden Geburtstag. „Ein toller Nebeneffekt, dass gleich zwei solche Ereignisse zusammentreffen“, so Rothert.
