Denkmalschutz

Hildesheimer Kehrwiederturm hat undichtes Dach – während der Reparatur muss eine Straße gesperrt werden

Hildesheim - Es dringt Feuchtigkeit durch das Dach des Kehrwiederturms, denn einige Schieferplatten sind beschädigt. Warum die Reparatur nicht mit Standardziegeln klappt und was das für den Verkehr in der Neustadt bedeutet.

Das Dach des Kehrwiederturms in Hildesheim muss repariert werden. Foto: Chris Gossmann

Hildesheim - Der Hildesheimer Kehrwiederturm hat ein undichtes Dach. Damit es in der Folge nicht zu weiteren Schäden an dessen Holztragkonstruktion kommt, müssen einige Schieferplatten und, zumindest in einem Bereich, die unterseitige Verschalung erneuert werden, berichtet Rathaussprecher Helge Miethe.

Seit Montag sind Mitarbeiter des Dachdeckerbetriebs Smatloch aus Schellerten dabei, das beschädigte Dach zu reparieren. Weil sie die Arbeiten von einer Lkw-Hebebühne ausführen, muss die Straße Lappenberg für maximal drei Tage vollgesperrt werden (die HAZ berichtete).

Neben der Vollsperrung seien auch Halteverbote zu beachten. Aber: „Da der Lappenberg nur in dem Bereich der Häuser 24-27 auf der einen Seite, sowie 1-11 auf der anderen Seite gesperrt ist, können die Autos in den restlichen Bereich parken“, sagt Stadtsprecher Miethe.

Rigipsplatten runtergefallen

Laut der Stadt soll das Dach während der Arbeiten auf weitere Schäden überprüft und gegebenenfalls repariert werden. Bei denkmalgeschützten Gebäuden sind Sanierungen oft besonders aufwendig. Aus dem Rathaus heißt es dazu jedoch: „Die Arbeiten müssen nicht auf eine spezielle Art und Weise ausgeführt werden, und dienen als Reparatur der vorhandenen Dachfläche.“ Dabei würden dieselben Materialien verwendet, die auch schon vorher als Dacheindeckung gedient haben, so Miethe.

Die Dachdecker, die seit Montag das Dach des Kehrwiederturms reparieren, haben trotzdem mehr Arbeit als bei Dächern mit handelsüblichen Ziegeln. „Die Schieferplatten haben kein Standardformat“, erklärt Dachdecker Sascha Zänsch. Die Folge: „Wir müssen jeden Stein selbst behauen und zuschneiden.“

Wie der Handwerker berichtet, hat der Schaden am Dach bereits dazu geführt, dass sich im Innern des Turms Rigipsplatten von der Decke gelöst haben. Wegen eingedrungener Feuchtigkeit seien die Balken, die das Schieferdach tragen, teilweise sogar schon gammelig. Was die Arbeiten am Ende kosten werden, konnte die Stadt noch nicht mitteilen, da der Schaden an der Dachfläche erst aus der Nähe sichtbar sei.

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