Hildesheim - Schön, dass Sie den guten Leo XIV. ignorieren, liebe Leserinnen und Leser, denn der Papst hat (wenn die Vatikanischen Nachrichten nicht flunkern) Sie und mich und die ganze Menschheit gerade dazu aufgerufen, in der Fastenzeit auf Medienkonsum zu verzichten. Ich weiß nicht, ob er auch unsere kleine, aber feine Kolumne im Sinn hatte, aber ganz sicher wollte er ein drängendes Problem lösen: Immer mehr Menschen, ob nun religiös oder nicht, wollen 40 Tage lang verzichten, wissen aber nicht worauf. Googeln Sie mal das Thema! Sie werden es sehen. Was Menschen am häufigsten im Internet zum Thema Fasten fragen, das ist, was sie sich bis zum 4. April verkneifen können. Alkohol, Süßigkeiten, Fleisch, Fleischliches, Medien – das liegt ja alles auf der Hand. Wenn es Ihnen weniger um spirituelle Einkehr oder Raum für Buße, sondern um Gesundheit geht, ließe sich diese Liste locker verlängern. Um Zigaretten, zum Beispiel. Pommes.
Klarer Fall für Verzicht: Embryos als Chipsgewürz
Oder Kartoffelchips. Der äußerst glaubwürdige Schlagersänger Xavier Naidoo hat ja gerade darauf hingewiesen, dass leidenschaftliche Chips-Esser im Lauf der Jahre jede Menge Embryos verspeisen, weil Menschenmaterial gern zur Würzung der krossen Knabberei genutzt wird. Was soll man dazu noch sagen? Als Nächstes wird er wahrscheinlich vor Kinder-Schokolade warnen. Ich faste übrigens schon seit vielen Jahren, indem ich komplett auf die musikalischen Machwerke des Herrn Naidoo verzichte, und was soll ich Ihnen sagen? Es geht mir gut. Bleibt mir nur, den Papst um Verzeihung zu bitten, dass ich in einem Text sowohl seinen Namen als auch den des durchgeschüsselten Sängers erwähnt habe. Hoffentlich hält sich Leo an seinen eigenen Ratschlag!
