3. Spieltag

Deutlicher Derbysieg für Giesen und Siala rettet Drispenstedt spät ein Remis

Hildesheim - Torreiches Unentschieden in Alfeld, Almstedt verschießt in der Nachspielzeit einen Elfmeter und Himmelsthür gewinnt bei den Volkis.

Giesens Felix Bielicke (rechts) versucht an dem Hasede-Verteidiger Nick Smyrak vorbeizukommen. Foto: Daniel Horst

Hildesheim - Am 3. Spieltag der Bezirksliga bleiben Borsum, Ahrbergen und Hasede weiter ohne Punkt. Der Tabellenführer aus Giesen zeigt sich weiter sehr torhungrig.

TuS Hasede – TSV Giesen 2:6 (0:3).Das Derby in Hasede begann ausgeglichen und ohne Torraumszenen. Für die erste Torannäherung sorgte Hasede, doch ein Schuss aus kurzer Distanz konnte gerade noch so geblockt werden. Dann zeigte sich der Gast aus Giesen eiskalt und ging nach schönem Steckpass von Modaber Kohistani mit 0:1 in Front (32.). Eine Minute später schnürte Marco Czauderna einen Doppelpack, ehe mit dem Halbzeitpfiff Johannes Eike einen Handelfmeter sicher verwandeln konnte. Im zweiten Durchgang und nach dem vierten Tor hatte der Gastgeber die beste Phase des Spiels. Zwei Konter wurden überlegt zu Ende gespielt, sodass es nur noch 2:4 stand. Doch nach einem Standard und einem Konter stellte das Team von Laurin Paris den alten Abstand wieder her. Am Ende ein verdienter Auswärtssieg für die Giesener, die weitere Großchancen ausließen. Tore: 0:1+0:2 Marco Czauderna (33.+34.), 0:3 Johannes Eike (45.), 0:4 Jonas Jürgens( 59.), 1:4 Björn Karkoß (70.), 2:4 Tim Utermöhle (74.), 2:5 Till Franzmann (80.), 2:6 Marco Czauderna (83.). Zuschauer: 150

SV Türk Gücü Hildesheim – SC Harsum 1:2 (0:0). Der SC Harsum erwischte den besseren Start und hatte bereits in der Anfangsphase die gefährlicheren Aktionen. Philipp Weiss setzte sich über die linke Seite durch und bediente Felix Lassan, der aus kurzer Distanz das Tor verfehlte. Auch danach blieb Harsum offensiv auffälliger. Mika Schulze scheiterte aus 25 Metern am Torwart, der anschließend auch den Nachschuss von Lassan stark parierte. Türk Gücü kam seinerseits ebenfalls zu einer guten Gelegenheit, die von der Harsumer Defensive entschärft wurde. Nach dem torlosen ersten Durchgang dauerte es nicht lange bis zur Führung der Gäste. Felix Lassan schickte Mika Weiser in den Lauf, der den Ball überlegt ins lange Eck setzte und auf 0:1 stellte (50.). Harsum hatte die Partie anschließend weitgehend unter Kontrolle, versäumte es aber, für die Vorentscheidung zu sorgen. Türk Gücü blieb dadurch im Spiel und kam etwas überraschend zum Ausgleich durch Valdrin Berisha, der das Spiel wieder spannend machte (77.). Die Antwort des SC ließ aber nicht lange auf sich warten. Luca Aselmeier eroberte den Ball, zog über die Außenbahn davon und legte für Tino Schulze auf. Der ließ noch einen Gegenspieler stehen und traf anschließend trocken ins linke Eck zum 1:2 (83.). Am Ende blieb es beim zweiten Saisonsieg des Teams von SC-Coach Björn Zimmermann. Zuschauer: 150

SV Ambergau Bockenem – TuS GW Himmelsthür 1:2 (1:2).Am Ende einer umkämpften Partie behielt der TuS GW Himmelsthür mit 2:1 die Oberhand. Ambergaus Sportlicher Leiter Philipp Scholz anschließend: ,,Ernüchterung nach so einem Spiel. Wir haben uns natürlich bei dem Spiel was ganz anderes vorgestellt, dass wir als Sieger vom Platz gehen.“ Dabei erwischte Ambergau Bockenem den besseren Start und hatte bereits nach wenigen Minuten durch Sascha Podleska und Lucas Sztyndera die ersten guten Möglichkeiten. Stattdessen gingen die Gäste etwas glücklich in Führung. Eine Rückgabe von Moritz Balleiniger landete zunächst am Pfosten, sprang anschließend von Julian Grubes Knie ins eigene Tor (9.). Bockenem ließ sich davon nicht beeindrucken und kam schnell zum Ausgleich. Nach einer verpassten Flanke legte Lennart Guder für Fabien Serwatke auf, der aus dem Rückraum zum 1:1 traf (14.). Anschließend hatten die Volkis ihre beste Phase. Finn Bremer scheiterte frei vor dem Tor, den Nachschuss klärte ein Himmelsthürer Verteidiger auf der Linie. Kurz vor der Pause schlugen die Gäste eiskalt zu. Nach einem Fehler in der Bockenemer Hintermannschaft blieb Jan-Luca Hoppe vor Keeper Grube ruhig und stellte auf 1:2 (38.). Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Volkis zunehmend die Spielkontrolle und hatte mehr Ballbesitz. Wirklich gefährliche Abschlüsse blieben gegen die kompakte Himmelsthürer Defensive allerdings Mangelware. Erst in der Schlussphase wurde es noch einmal brenzlig, doch Jannis Krebs setzte einen Kopfball nach Flanke von Finn Bremer neben das Tor. Der TuS verteidigte den knappen Vorsprung konzentriert und brachte die Führung über die Zeit. Zuschauer: 130

SV Newroz Hildesheim - SC Drispenstedt 2:2 (0:1).Im Stadtderby in Drispenstedt, wo die Gastmannschaft auf heimischen Rasen spielte, war der SC im ersten Durchgang drückend überlegen und die bessere Mannschaft. ,,Wir hätten 3:0 führen müssen“, resümierte Spielertrainer Mahmud Siala. Nachdem gute Offensivaktionen seines Teams entweder bei SV-Schlussmann Robin Soeradhiningrat oder nur am Pfosten und im Außennetz landeten, machte es Rilind Salihi besser und traf zum 0:1 (30.). Vom SV Newroz kam in der ersten Hälfte kaum Offensivgefahr, allerdings drehte sich das Spielgeschehen nach dem Seitenwechsel einmal komplett. Newroz bekam nun mehr Zugriff, während Drispenstedt mit langen Bällen nicht zu Erfolg kam. So waren es Abdul Samed Oumaron und Abdulmalik Abdul, die spät das Spiel zu Gunsten des SV Newroz drehten (78.+86.). Doch der SC gab sich nicht auf und so war es Siala, der nach einer Hereingabe von Alaa Bagari zum späten 2:2-Ausgleich einnickte (98.). „Auch wenn der Ausgleichstreffer spät fällt, ist das Remis am Ende verdient“, sagte Siala. Zuschauer: 160.

SCM Bodenwerder - SV RW Ahrbergen 2:1 (1:0).In einer intensiven und umkämpften Begegnung setzte sich der SCM Bodenwerder am Ende knapp gegen den SV RW Ahrbergen durch. Die Gastgeber hatten zunächst mehr Ballbesitz, kombinierten sich immer wieder ordentlich nach vorne und belohnten sich bereits früh mit der Führung durch Tresor Nzibi (7.). Anschließend verlor Bodenwerder etwas die Zielstrebigkeit und versuchte zunehmend, den Vorsprung zu verwalten. In den Zweikämpfen zeigte sich der SCM allerdings verbessert und hatte durchaus Möglichkeiten, die Führung auszubauen. So blieb Ahrbergen trotz der größeren Spielanteile der Gastgeber im Spiel. Nach dem Seitenwechsel erhöhte der SV RW Ahrbergen den Druck und ging mehr Risiko. Dadurch ergaben sich gleichzeitig Räume für Bodenwerder, das mehrfach die Chance auf das 2:0 hatte. Besonders bitter: In zwei Situationen war das Tor praktisch leer, doch die Abschlüsse gingen über das Gehäuse. Ahrbergen nutzte die eigene Druckphase schließlich zum verdienten Ausgleich durch Felix Ernst und brachte damit noch einmal Bewegung in die Partie (80.). In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Die Entscheidung fiel erst mit der letzten Aktion des Spiels, als Bodenwerders Maxim Schneider den umjubelten Siegtreffer erzielte (90+5.). „Es war schon schön, auf der anderen Seite aber auch nervenzerreißend, weil man vorher immer die Möglichkeit hat, den Sack zuzumachen. Das war dann am Ende eine Willensleistung. Ich bin froh, dass wir die drei Punkte mitgenommen haben“, sagte SCM-Trainer Alessandro Startari nach dem Spiel.

VfL Borsum - TuSpo Schliekum 1:2 (0:1).Der VfL Borsum musste sich im Heimspiel gegen TuSpo Schliekum mit 1:2 geschlagen geben. Dabei fanden die Gastgeber nur schwer in die Partie und machten sich das Leben durch mehrere eigene Fehler zusätzlich schwer. Schliekum hatte insgesamt mehr vom Spiel und ließ Borsum nur wenig Möglichkeiten, für Entlastung zu sorgen. Die Gäste gingen nach einer Ecke in Führung. Der Ball wurde am ersten Pfosten verlängert und landete bei Aswin Gimber, der am zweiten Pfosten zum 0:1 einschob (25.). Darüber hinaus blieb die Begegnung zunächst chancenarm. Nach dem Seitenwechsel kam Borsum besser aus der Kabine und konnte sich häufiger in der Offensive festsetzen. Schliekum setzte die Gastgeber früh unter Druck, womit der VfL nun allerdings besser zurechtkam. Dennoch erhöhte TuSpo etwas überraschend auf 0:2, als sich ein abgefälschter Schuss in das Tor senkte (55.). Borsum gab sich nicht auf und suchte den Anschluss. Emil Helmke setzte einen Kopfball am zweiten Pfosten über das Tor, zudem sorgten einige Distanzschüsse für Gefahr. Für Diskussionen sorgte eine Szene im Strafraum. Nach einem Foul an Jonathan Zimmer zeigte der Linienrichter den Strafstoß an, der Schiedsrichter entschied sich jedoch gegen einen Elfmeter und wertete die Aktion als Schwalbe. In der Nachspielzeit gelang Borsum doch noch der Anschlusstreffer. Gianluca Schmidt zog von außen ins Zentrum, ließ einen Gegenspieler stehen und setzte den Ball sehenswert in den Winkel zum 1:2. In der Schlussphase fehlte dem VfL allerdings die Zeit, um die Partie noch zu drehen. „Es war eine verdiente Niederlage von uns heute“, reflektierte VfL-Coach Dustin Markgraf. Zuschauer: 120

FC Eldagsen - MTV Almstedt 0:0.Trotz einer intensiven und phasenweise wilden Partie fielen zwischen dem FC Eldagsen und dem MTV Almstedt keine Tore. Eldagsen hatte bereits nach fünf Minuten die erste gute Gelegenheit, als Sebastian Mende den Ball knapp am linken Pfosten vorbeisetzte. Auch ein Freistoß aus rund 18 Metern brachte anschließend keine Gefahr. Auf der Gegenseite sorgte Almstedt vor allem mit langen Bällen für Unruhe. Zudem wurde Niklas Rasche gefährlich vor das Tor gebracht, ohne jedoch den Ball im Netz unterzubringen. Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel offen. Eldagsens Lukas Petrasch hatte eine gute Möglichkeit, während auch Almstedt immer wieder offensive Akzente setzte. Die größte Chance der Partie sollte allerdings bis zur letzten Aktion auf sich warten lassen. Nach einer Ecke bekam Almstedt einen Handelfmeter zugesprochen. Christopher Schach übernahm die Verantwortung, scheiterte jedoch am stark reagierenden Eldagsener Schlussmann Florian Werner Obluda. Damit blieb es beim torlosen Remis. „Von der Intensität her war Almstedt uns überlegen. Deshalb wäre es auch nicht unverdient gewesen, wenn der Elfmeter reingeht. Wir haben leidenschaftlich verteidigt, waren in der Offensive aber zu harmlos“, sagte Eldagsen-Trainer Marcel Hartmann.

SV Alfeld – VfR Germ. Ochtersum 3:3 (2:3).Am Ende steht ein gerechtes Unentschieden zwischen der SV Alfeld und dem VfR Germania Ochtersum, wobei sich die Germanen über eine Niederlage am Ende nicht beschweren hätten dürfen. Beide Mannschaften versuchten den Gegner von Beginn an früh unter Druck zu setzen, wodurch viele kleine Fehler die Anfangsphase prägten. Einen dieser Abspielfehler nutzte Tim Friedrich zum 1:0 für die Ochtersumer (2.). Fast im direkten Gegenzug antworteten die Alfelder aber. Felix König bediente mit einer Flanke seinen Bruder Finn, der den Ball per Kopf einnetzte (4.). Auch die Antwort der Ochtersumer ließ nicht lange auf sich warten. Erneut profitierte Friedrich von einem kapitalem Fehler der Alfelder Hintermannschaft und musste den Ball nur ins leere Tor schieben (24.). Jetzt ging es hin und her. Eine Minute später schlug Luca Hanekop den Ball diagonal auf Finn König, der in der Mitte Alexander Delzer fand. Dieser konnte Kilian Blanke im Ochtersumer Tor zum erneuten Ausgleich überwinden (28.). Danach fand die Partie überwiegend zwischen den Strafräumen statt, beide Mannschaften versuchten mit langen Bällen ihre Angriffsreihen in Szene zu setzen. Kurz vor der Halbzeit konnten zwei Alfelder die Flanke von Ochtersums Niklas Preußner nicht verhindern. In der Mitte wurde der Ball in den Rückraum geklärt, wo Domenik Söllner den Ball Volley ins kurze Eck setzte. Eine Minute vor dem Halbzeitpfiff hatten die Leinestädter die erneute Chance auf den Ausgleich, doch Felix König verpasste per Direktabnahme knapp. In der zweiten Halbzeit kamen die Alfelder dann auch spielerisch besser in die Partie. Ein langer Ball von Jonathan Köps fand Felix König. Dieser verarbeitete den Ball und versenkte in Volley zum dritten Ausgleich des Spiels (58.). Eine verrückte Partie, die jetzt in beide Richtungen kippen konnte. Die Alfelder Abwehr stand jetzt sicher und die Henkel/Scholz-Elf konnte immer wieder gefährliche Angriffe spielen. Felix König scheiterte aber an dem hervorragend reagierenden Blanke im Germanen-Tor. Im direkten Gegenzug stand Preußner plötzlich alleine vor Louis Klimm, traf jedoch nur den Pfosten. Eine zerfahrene Schlussphase fand ihren Höhepunkt in der Nachspielzeit. Einen langen Ball verlängerte Felix König auf den gerade eingewechselten Bartetzko, der zum umjubelten Siegtreffer einschob. Kurz nach dem Treffer hob der Assistent jedoch die Fahne und erkannte den Treffer auf Grund einer vermeintlichen Abseitsstellung ab. Damit blieb es beim leistungsgerechten Unentschieden im Alfelder Hindenburg-Stadion. Zuschauer: 100

Verfasser: Sören Krüger

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