Hildesheim - Nach dem verheerenden Feuer in der Großwäscherei der Diakonie Himmelsthür in Sorsum ist klar: Das Gebäude kann nicht mehr genutzt werden, die Brandruine wird komplett abgerissen. Das hat die Sprecherin der Diakonie Himmelsthür, Ute Quednow, gegenüber dieser Zeitung bestätigt. Derzeit sind bereits mehrere große Krane auf dem Areal im Einsatz, mit deren Hilfe zunächst Teile des einsturzgefährdeten Dachs entfernt werden sollen, um prüfen zu können, ob einzelne der Maschinen aus der Wäscherei noch zu gebrauchen sind.
Technischer Defekt wohl ausgeschlossen
Wie berichtet, war Anfang Januar ein Großfeuer in dem Betrieb ausgebrochen. Inzwischen ist nach Einschätzung der Brandermittler der Polizei ein technischer Defekt als Ursache so gut wie ausgeschlossen – es ist von vorsätzlicher oder fahrlässiger Brandstiftung auszugehen. Einen Tatverdächtigen gibt es bisher aber nicht.
Die Diakonie Himmelsthür nutzt seit Januar eine angemietete Halle auf dem Bosch-Gelände im Hildesheimer Wald, um Aufträge der Wäscherei abzuarbeiten. Nun ist wohl klar, dass es am alten Standort nicht weitergehen wird. Sprecherin Ute Quednow erklärt: „Die Variante, an der alten Stelle eine neue Wäscherei aufzubauen, ist die teuerste. Deswegen steuern wir auf eine andere Lösung zu.“
Kein Neubau an derselben Stelle geplant
Die baurechtlichen Vorgaben für solch ein Betriebsgebäude seien aktuell deutlich strikter, erläutert Quednow, „man würde nicht mehr mehrgeschossig bauen und bräuchte mehr Platz auf dem Grundstück.“ Das würde eine aufwändige und kostenintensive Prüfung und Bewertung nötig machen – das Ergebnis wäre dennoch offen, weshalb der Neubau an derselben Stelle nach derzeitigem Stand ausscheidet. Wie und an welcher Stelle es mit dem Wäschereibetrieb langfristig weitergehen könnte, teilt Quednow derzeit noch nicht mit.
