Alfeld - Das Hochwasser hält die Stadt Alfeld und die Gemeinde Freden weiterhin in Atem. Auch wenn der Landkreis Hildesheim am Donnerstagvormittag den Kastastrophen-Vorarlarm zurückgenommen hat, will Alfelds Bürgermeister Bernd Beushausen (SPD) nicht von einer Entspannung der Situation in seinem Zuständigkeitsbereich sprechen. „Für den Landkreis Hildesheim ist das sicher die richtige Entscheidung, für uns gibt es aber noch keine Entwarnung“, so Beushausen.
„Die Wasserstände der Regenwasserrückhaltebecken Bollhasen und Wehmegrund sind leicht gesunken. Aber noch immer fließen die Wassermassen über den technischen Notabfluss ab“, sagte der Verwaltungschef am Donnerstagmittag. Deshalb bleibe die Situation an der Warne im Bereich des Antoniangers bis zur Bismarckstraße auf hohem Niveau angespannt, aber beherrscht. Die neuralgischen Punkte wie der Antonianger, der Dohnser Bach, inklusive der Regenwasserrückhaltebecken, werden auch in den nächsten Tagen engmaschig überwacht.
Neue Niederschläge angekündigt
Im Moment seien keine Feuerwehren aus der Stadt Alfeld im Einsatz. Aber alle Kräfte stünden in Bereitschaft, wenn es wieder erforderlich werde. Entscheidende Tage seien aus seiner Sicht der Freitag und Samstag. Da habe der Deutsche Wetterdienst (DWD) neue Niederschläge angekündigt.
Im Bereich der Leine sei der Pegel in Alfeld und den Ortsteilen in der Nacht um etwa fünf Zentimeter gesunken. Aber auch dort könne von einer Entspannung noch keine Rede sein. Da hänge sehr viel davon ab, in welchen Wellen Wasser aus den Poldern in Salzderhelden abgegeben werde.
Öffnung der Straße hängt vom Pegelstand ab
In einer Mitteilung der Stadtverwaltung Alfeld wird zudem mitgeteilt: „Da an der Ziegelmasch sämtliche Vorbereitungsmaßnahmen getroffen sind und keine unmittelbare Gefahr droht, wird das 7-Berge-Bad wieder zu den üblichen Zeiten seinen Betrieb aufnehmen.“ Das heißt, das Bad kann ab dem heutigen Donnerstag wieder besucht werden. Auf dem Parkplatz davor ist aber ein Bereich abgesperrt. Dort ist ein Sandvorrat für den Fall der Fälle abgelegt worden. Zudem lagern an der Ziegelmasch viele Sandsäcke.
Bis auf Weiteres gesperrt ist die Verbindungsstraße zwischen der Bundesstraße 3 und Brüggen (Landesstraße 480). Auf dem dortigen Feuchtgebiet steht das Wasser besonders hoch und nah an der Straße. Vor Ort befragte Mitarbeiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr können keine Prognose abgeben, wie lange die Sperrung andauern wird. Das hänge von den Pegelständen der Leine ab, geben sie zu bedenken.
