Alfeld - Hinter den Regionalliga-Handballern der SV Alfeld liegen turbulente Tage. Zunächst war da die Trennung von Trainer Robin Thiele. Vor dem so wichtigen Spiel gegen den VfL Hameln hat die SVA ihren Chefcoach freigestellt – in der Hoffnung, dass dieser Schritt im Team neue Kräfte freisetzen würde. Aufgegangen ist der Plan nicht: Die Alfelder verloren das Derby gegen Hameln recht klar mit 28:36. Auf der Bank saßen dabei Co-Trainer Leonardo Meomartino sowie Ex-Spieler Fynn Derk Wiebe.
Die Mannschaft soll nun auch in den verbleibenden vier Saisonspielen vom Duo betreut werden: „Wir haben uns bewusst für eine interne Lösung entschieden“, so SVA-Geschäftsführer Arne Habekost. „Beide sind gleichberechtigt für das Training und Spiel verantwortlich.“ Die nächste Prüfung wartet am Samstag (19.30 Uhr) beim Tabellensechsten MTV Vorsfelde. Eine knifflige Aufgabe – auch wenn die SVA das Hinspiel knapp mit 32:31 für sich entscheiden konnte.
„Erfahrung kann uns helfen“
Doch es gab auch gute Nachrichten unter der Woche, denn die Verantwortlichen vermeldeten den Transfer von Matteo Ehlers. Der Rückraummann wechselt vom Drittligisten HC Eintracht Hildesheim zurück zu seinen Wurzeln. Ob Ehlers für die SVA künftig allerdings in der Regional- oder Oberliga aufläuft, das ist noch nicht sicher.
Die Mission Klassenerhalt wollen Leonardo Meomartino und Fynn Derk Wiebe in den abschließenden vier Partien unbedingt bewerkstelligen. Und Meomartino wählte nach der Niederlage gegen Hameln schon klare Worte: „Wir machen einfach zu viele individuelle Fehler. Das fängt bei technischen Unzulänglichkeiten an und geht bis zum Auslassen klarster Möglichkeiten.“ Das alles müsse sich in den kommenden Wochen deutlich verbessern. Arne Habekost setzt vor allem auf die Erfahrung seiner neuen Trainer: „Beide haben selbst in der 3. beziehungsweise 2. Liga gespielt. Diese Erfahrung kann uns gerade in der jetzigen Situation helfen.“
Den Klassenerhalt selbst in der Hand
Nach wie vor haben die Alfelder den Klassenerhalt selbst in der Hand. Mit 16:28 Punkten stehen sie derzeit auf Rang zwölf, die SG Achim/Baden auf Platz neun (18:26 Punkte) ist allerdings nur einen Sieg entfernt. „Rang elf würde zum Klassenerhalt reichen“, betonte Habekost mit Blick auf die Zielsetzung. Und die Hoffnung spricht auch aus ihm: „Ich bin überzeugt, dass wir uns befreien.“
