Handball 3. Liga

Doch kein Überraschungssieg: Sportfreunde Söhre brechen in Altenholz ein

Altenholz/Söhre - Diese Niederlage tut weh. Lange sah es nach wohltuenden Söhrer Auswärtspunkten aus – Nowitzki hielt, Ihmann traf, die Stimmung: top. Aber dann kam alles anders.

Zeigte in Altenholz eine starke Leistung: Söhres Torwart Jannis Nowitzki. Foto: Werner Kaiser

Altenholz/Söhre - Es hätte der Söhrer Befreiungsschlag sein können – oder sogar müssen. Zu Gast beim sechstplatzierten TSV Altenholz standen die Söhrer Handballer am Samstagabend am 13. Spieltag der 3. Liga Nordost kurz vor einer großen Überraschung. Bis tief in die zweite Halbzeit hatte die Mannschaft von Sascha Bertow alles im Griff. Doch dann ging auf einmal nichts mehr. So stecken die Sportfreunde weiter mitten im Abstiegskampf.

Der Mann der ersten Hälfte war Jannis Nowitzki. Söhres Torwart machte ein herausragendes Spiel. Er entschärfte einen TSV-Abschluss nach dem anderen. Fast nichts ging an ihm vorbei. Das wirkte sich positiv auf den Rest des Teams aus. Die Sportfreunde standen defensiv stabil und führten nach fünf Minuten mit 4:3.

Söhre mit Vier-Tore-Führung

Auch der Altenholzer Torwart Tom Landgraf hielt gut, aber Nowitzki war noch besser. So erhöhten die Söhrer nach zwölf Minuten auf eine Zwei-Tore-Führung. Yannik Ihmann verwandelte einen Siebenmeter zum 6:4 und nach einer weiteren Nowitzki-Parade auf 8:5. Auch wenn die Gastgeber, die eine enge Kooperation mit dem THW Kiel pflegen, kurz wieder herankamen, nahmen die Söhrer eine 12:10-Führung mit in die Halbzeitpause.

Zu Beginn der zweiten Hälfte wurde auch Söhres Tom Hanel heiß. Er traf zweimal in Folge zum 14:10. Dann kam Altenholz zurück ins Spiel. Nach drei Treffern in Serie gelang ihnen durch Julius Schneider der 14:13-Anschluss. Söhre hätte diese Drangphase der Gastgeber stoppen können, vergab aber einen Siebenmeter. Im Gegenzug glich der TSV durch Nicolas Kahmke aus.

Pfostenpech und Siebenmeter entscheiden das Spiel

Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Kein Team konnte sich mehr absetzen. Meist folgte ein Ausgleich auf den nächsten. Die Einstellung der Söhrer passte. Beim Stand von 19:19 hielt Jannis Nowitzki einen Siebenmeter, jubelte laut und ballte die Fäuste. Fünf Minuten vor Spielende stand es 23:23. Hier sollte sich das Spiel entscheiden.

Altenholz ging in Führung. Im Gegenzug scheiterte Tom Hanel am Pfosten, woraufhin der TSV den Vorsprung durch Hannes Glindemann auf zwei Tore ausbaute. Unter großem Druck hatte Yannik Ihmann eine Minute vor Spielende noch mal die Chance auf den Anschluss, verwarf aber einen Siebenmeter. Damit war das Spiel gelaufen. Simon Seebeck traf kurz vor dem Abpfiff zum 26:23-Endstand.

Längere Pause zur Regeneration

Während die Gastgeber wahrscheinlich selbst nicht wussten, wie sie das Spiel noch gedreht hatten, war nach dem Abpfiff bei den Söhrer Spielern die Ernüchterung zu spüren. Bis zum 13. Dezember haben die Sportfreunde jetzt Spielpause. Schon vor der Altenholz-Partie sagte Trainer Sascha Bertow: „Die Pause wird uns guttun.“ Auf Söhrer Seite dürften einige angeschlagene Spieler die Auszeit nutzen, um zu regenerieren. Dann stehen zwei wichtige Begegnungen gegen Flensborg und Hamburg-Barmbek im Abstiegskampf an.

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