Neuer Landesvorstand

Ein Hildesheimer hört in der Linken-Spitze auf, ein anderer steigt auf

Hildesheim - Ein Politiker der Linken aus Hildesheim ist aus dem Landesvorstand ausgeschieden, ein anderer hat ein neues Amt. Und auch beim Kreisverband tut sich etwas.

Der Hildesheimer Ferry Marquardt ist jetzt stellvertretender Landeschef der Linken. Foto: privat

Hildesheim - Lars Leopold ist zwar wie im Vorfeld angekündigt aus dem Landesvorstand der Linken ausgeschieden. Doch auch nach dem Rückzug des 45-Jährigen aus Eime ist der Kreisverband Hildesheim weiter in dem Führungsgremium vertreten: Der Hildesheimer Ferry Marquardt ist beim Landesparteitag am Wochenende in Hannover mit knapp 80 Prozent der Stimmen zu einem der stellvertretenden Landesvorsitzenden gewählt worden.

Der 31-Jährige teilt sich die Position mit Hilke Hochheiden aus Hude, die ebenfalls neu im Amt ist. Neue gleichberechtigte Landesvorsitzende sind Franziska Junker aus Leer sowie Thorben Peters aus Lüneburg.

Marquardt will Arbeit in Landespartei strukturieren

Der bisherige Co-Vorsitzende Leopold hatte seinen Verzicht unter anderem mit dem Ergebnis der Linken bei der Landtagswahl begründet: Die Partei hatte dabei nicht nur den Einzug ins Parlament verpasst, sondern mit 2,7 Prozent auch ein äußerst schlechtes Ergebnis erzielt. Auch Leopolds Sprecher-Kollegin Heide Reichinnek trat in Hannover nicht wieder an.

Der neue stellvertretende Vorsitze Marquardt richtete in seiner Vorstellungsrede den Blick auch nach innen: Er wolle darauf hinwirken, den Landesverband und dessen Öffentlichkeitsarbeit stärker zu strukturieren und Diskussionsprozesse besser zu organisieren, sagte der Hildesheimer. Der gehörte dem Landesvorstand schon bisher als Besitzer an und war vor kurzem als Mitglied des Kreisvorstandes bestätigt worden. Marquardt studiert an der Uni in Hildesheim Literarisches Schreiben und Kulturjournalismus, er arbeitet nebenbei für die Linken-Fraktionen in der Regionsversammlung in Hannover.

Kreisverband der Linken ziehtin die Zingel in Hildesheim

Beim Kreisverband steht dieser Tage erneut ein Umzug an: Er hatte vor kurzem sein langjähriges Domizil am Rosenhagen aufgeben müssen, war dann vorübergehend in der Almsstraße untergekommen und ist demnächst in einem Haus an der Zingel zu finden – wobei das möglicherweise nur bis auf Weiteres gilt: „Wir wünschen uns eigentlich einen Standort, der sichtbarer und barrierefrei ist““, sagte Marquardt am Montag der HAZ.

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