Einum - Die Mitglieder des Ortsrats Einum haben in der vergangenen Woche Einwohnerinnen und Einwohner zu einem Infoabend über die kommende Ortsratswahl eingeladen. Keines der Mitglieder tritt erneut an. Dennoch wollen sie sicherstellen, dass die Ortsratsarbeit auch in der kommenden Wahlperiode weitergeht.
„Der Ortsrat vertritt die Bürger gegenüber der Stadtverwaltung“, sagt Benedikt Skorka (Grüne), stellvertretender Ortsbürgermeister von Einum, „er ist auch ein Bindeglied bei der Unterstützung von Vereinen, Festen und Projekten.“
„Furchtbares Szenario“
Der Ortsrat Einum hat sieben Mitglieder. Damit ein Ortsrat gebildet werden kann, muss er mindestens vier Mitglieder, also ein Mitglied mehr als die Hälfte der gesetzlichen Mitglieder, aufweisen.
Bei den üblicherweise vier Ortsratssitzungen im Jahr müssen ebenfalls vier Mitglieder anwesend sein, damit das Gremium beschlussfähig ist. Der Einladung folgten fünf Einumer Einwohnerinnen – ausschließlich Frauen. „Ich finde das Szenario, dass wir keinen Ortsrat mehr haben, furchtbar“, sagt Tanja Poppe, eine der Interessentinnen.
Angedacht ist eine neutrale Liste
Bereits zwei weitere Bürger haben sich bei einer internen Veranstaltung für eine Kandidatur bereit erklärt, berichtet Thomas Epp (parteilos), der seit 29 Jahren Mitglied des Ortsrats ist. Mit den fünf Interessentinnen der Infoveranstaltung sind es sieben Kandidaten – ausreichend, um den Ortsrat komplett zu besetzen.
Die Teilnehmerinnen nehmen daher eine gemeinsame Liste ins Visier, die parteipolitisch unabhängig ist. „Ich finde eine neutrale Liste sehr sympathisch“, sagt Tanja Poppe unter Zustimmung ihrer Mitstreiterinnen. Noch in der Sitzung vernetzen sie sich zu einer WhatsApp-Gruppe, um das weitere Vorgehen abzustimmen.
Von Andreas Mayen
