Falschmeldung

Ein Tiger an einer Tankstelle in Hildesheim? Polizei gibt Entwarnung nach Aufregung über Foto im Netz

Hildesheim - Seit Mittwochabend kursiert in den sozialen Netzwerk ein Schnappschuss, der einen Tiger in Drispenstedt zeigen soll. Das Foto ist aber ziemlich sicher eine Fälschung. Das sagen Polizei und Feuerwehr.

Dieser Schnappschuss macht seit gestern Abend in den sozialen Medien die Runde. Die Polizei gibt aber Entwarnung. Foto: unbekannt

Hildesheim - In den sozialen Medien hat am Mittwoch ein Foto für Verwirrung gesorgt. Das Bild zeigt einen Tiger, der über eine Straße schleicht – angeblich in Hildesheim, genauer gesagt: in Drispenstedt. Zu sehen ist die Aral-Tankstelle zwischen Kennedydamm und Peiner Landstraße. Die Raubkatze befindet sich auf einem Parkplatz etwa auf Höhe der Waschanlage. Obwohl der Schnappschuss echt aussieht – das Tier wirft sogar einen Schatten – handelt es sich wohl um eine Fälschung.

Der Polizei Hildesheim ist das Bild bekannt. „Wir haben aber keinen Tiger gefunden“, heißt es aus der Dienststelle an der Schützenwiese mit trockenem Humor. Seit Mittwochabend haben sich besorgte Menschen gemeldet. Das Foto hat, teils versehen mit Warnhinweis, die Runde durch Facebook, Instagram und vermutlich diverse Messenger öffentlich und privat die Runde gemacht. Der Polizei liegen auch keine Meldungen vor, dass irgendwo ein Tiger vermisst werden würde.

„Tausende Anrufe“ bei der Tankstelle

Die nächsten Zoos wären ohnehin erst in Braunschweig oder Hannover. Der Circus Barum wiederum, der bald in Hildesheim gastiert, reist ausschließlich mit Hunden als tierischen Manegen-Stars an. Außerdem schlägt die Gruppe ihre Zelte erst am Freitag, 4. April, ihre Zelte auf dem Volksfestplatz auf.

Bei der Feuerwehr Hildesheim sorgt die Anfrage, ob am Vorabend oder über Nacht ein Tiger in Drispenstedt aufgetaucht sei, dann auch eher für Erheiterung. „Die Kollegen wissen von nichts“, heißt es aus der Nachtschicht. Aus dem Hintergrund klingt Lachen an den Telefonhörer. Eher nüchtern fällt die Antwort bei einem Anruf in der abgebildeten Tankstelle selbst aus. „Nein, das stimmt nicht“, kommt es, eh die Frage überhaupt gestellt ist. Dort weiß man von dem Foto. Seit dem Vorabend, also am 2. April, habe es „tausende Anrufe“ gegeben. Das Foto von der Anlage selbst sei zwar aktuell, aber sonst „ist das ein Fake“.

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