History-Award 2026

Ein Video gegen Ausgrenzung und Diskriminierung: Hildesheimer Schule nimmt an Wettbewerb von TV-Sender teil

Hildesheim - Die Realschule Himmelsthür beteiligt sich am Wettbewerb um den History-Award 2026, einem Filmpreis für Schulen. Die Jugendlichen haben sich für ihr Video mit Ausgrenzung und Diskriminierung im Schulalltag auseinandergesetzt. Das Publikum kann ab sofort für die Schule abstimmen.

Ein Motiv aus dem Film der Realschule Himmelsthür: Die Mädchen lassen ihre Mitschülerin nicht länger allein. Foto: Screenshot

Hildesheim - „Unsere Entscheidung: Mensch sein“ – das ist der Titel eines Videos, mit dem die Realschule Himmelsthür an einem Wettbewerb des Senders History Channel teilnimmt. Der Pay-TV-Sender, spezialisiert auf Dokumentationen zu historischen Themen, veranstaltet seit 2005 den Wettbewerb History Award für Schulen. Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Jahrgänge sollten sich dieses Jahr mit der Aufforderung: „Sei ein Mensch“ auseinandersetzen. Es handelt sich um ein Zitat des Sportjournalisten Marcel Reif, aus dessen Rede 2024 im Deutschen Bundestag bei der Gedenkstunde zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus.

In ihrem Filmbeitrag beziehen die Schülerinnen und Schüler der Realschule Himmelsthür den Satz auf ihren Schulalltag. Auch hier gebe es „Diskriminierung, Ausgrenzung und verletzende Worte“, heißt es in der Einleitung zum Film. Während ihrer fünfjährigen Schulzeit sei die Klasse jedoch zusammengewachsen. Mit ihrem Video wolle sie zeigen: „Menschlichkeit verstehen wir nicht als Selbstverständlichkeit, sondern als bewusste Haltung.“ In ihrem Film haben die Jugendlichen Bilder für ihre Botschaft gefunden: Im ersten Teil zeigen sie verletzende Worte, einen Chat, der einen Mitschüler ausgrenzt, oder ein Mädchen ganz allein. Im zweiten Teil ändert sich die Stimmung, wer ausgegrenzt wurde, findet Solidarität.

Wie die Veranstalter mitteilen, haben sich mehr als 300 Schülerinnen und Schüler mit 34 Beiträgen an dem Wettbewerb beteiligt. Über die Gewinner entscheidet eine Jury aus Experten und Expertinnen, eine Stimme dabei macht das Online-Voting aus. Daran kann man sich noch bis zum 5. April auf beteiligen. Die Preisverleihung findet am 12. Mai in München im Rahmen des Dokumentarfilmfestivals DOK.fest München in der Hochschule für Fernsehen und Film statt, moderiert von Nina Eichinger.

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