Nachfolge von Margitta Rudolph

27 Jahre alt und neue Chefin von Hildesheims Volkshochschule: Wer ist Christin Eschmann?

Hildesheim - Christin Eschmann rückt an die Spitze der Hildesheimer Volkshochschule. Die 27-Jährige hat sich gegen 22 Mitbewerberinnen und Mitbewerber durchgesetzt.

Margitta Rudolph (links) macht an der Spitze der VHS Platz für Christin Eschmann. Die 27-Jährige ist seit 2018 Mitarbeiterin der Bildungseinrichtung. Foto: Svitlana Albers-Makedonska

Hildesheim - Christin Eschmann wird zum 1. Mai neue Geschäftsführerin der Hildesheimer Volkshochschule (VHS). Sie übernimmt den Posten der scheidenden Margitta Rudolph. Die 27-Jährige arbeitet seit Anfang 2018 für die Bildungseinrichtung, seit 2019 verantwortet sie den Bereich Projekt- und Drittmittel. Aktuell ist sie zudem noch Assistentin der Geschäftsführung.

Laut Rudolph hatten sich insgesamt 23 Frauen und Männer um den Posten beworben. „Eine Findungskommission hat sich einstimmig für Frau Eschmann ausgesprochen“, sagt Rudolph. Sie selbst werde der VHS noch für eine dreimonatige Übergangszeit erhalten bleiben. Für Donnerstag, 7. Juli, ist im Riedelsaal ihre offizielle Verabschiedung geplant.

Die neue Chefin kennt das Haus und seine Prozesse gut

Die scheidende Geschäftsführerin spricht von einer ausgezeichneten Wahl. „Christin Eschmann kennt unser Haus und seine Prozesse sehr gut.“ Natürlich sei es nicht ganz einfach, einen Betrieb mit rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu führen. Dazu kommen rund 800 Dozenten und natürlich tausende Kunden, mit denen auch eine Geschäftsführung immer mal wieder zu tun hat. „Was den Umsatz, Gewinn und die Mitarbeiterzahl angeht, haben wir uns seit 2013 überall annähernd verdoppelt“, sagt Rudolph. All das werde auch auf die neue Chefin Eschmann wirken. „Sie übernimmt die VHS in einem exzellenten Zustand“, meint Rudolph.

Eschmann selbst freut sich auf die anstehenden Herausforderungen. „Die Unterstützung hier im Haus ist enorm“, sagt die 27-Jährige. Sie ist in Gifhorn aufgewachsen und 2013 zum Studium der Sozial- und Organisationspädagogik nach Hildesheim gekommen. Nach ihrem Masterabschluss an der Universität Hildesheim kam sie 2018 zur VHS und arbeitete sich hier innerhalb von vier Jahren bis zur Assistentin der Geschäftsführung hoch.

Weiterentwicklung bei der Digitalisierung Hauptaufgabe

Dass sie mit ihren 27 Jahren eine sehr junge Geschäftsführerin sein wird, ist Eschmann klar. „Aber vielleicht ist eine Prise jugendliche Frische sogar ganz gut“, sagt sie. Gerade was die Bereiche Soziale Medien oder die Fortentwicklung des digitalen Auftritts der VHS angehe, habe sich vielleicht als jüngere Frau eine erfrischende und unvoreingenommene Sicht auf die Dinge.

Die Weiterentwicklung der Digitalisierung der Volkshochschule hält auch Margitta Rudolph für eine zentrale Aufgabe der neuen Geschäftsführerin. Daneben sei auch die Frage nach der Trägerschaft noch nicht entschieden und auch die Folgen der Corona-Pandemie seien weiterhin überall präsent. „Es ist halt auch nicht so leicht, so einen großen Laden durch eine Krise zu führen“, sagt Rudolph.

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