Von Mellanie Caglar
Hildesheim. In den etwa 80 000 Friseursalons in Deutschland sind knapp 230 000 Mitarbeiter tätig. Davon sind 21 000 Azubis – und von denen ist jeder fünfte männlich. Das berichtete Simon Kreipe von der Handwerkskammer bei der Freisprechung der Friseur-Innung Hildesheim-Alfeld. Die lag mit ihrem diesjährigen Abschlussjahrgang genau im Trend. Unter den zehn frischgebackenen Gesellen waren zwei junge Männer.
In seiner Festrede betonte Kreipe, dass Haar „nicht nur eine Hornsubstanz“ sei, es sei „Schmuck und Kulturgut“. Zu jeder Zeit und in allen Kulturen sei das Haar gekämmt, geschnitten und gefärbt worden. Den ehemaligen Auszubildenden gab er mit auf den Weg, sie sollten Erfahrungen sammeln, sich fortbilden und niemals kopflos handeln. „Alle Chancen stehen Ihnen offen. Alles was Sie sich vorstellen können, könnten Sie erreichen. Sie sollten es versuchen.“
Carina Leichner, seit April Obermeisterin, riet den Gesellen, dass sie die Zukunft mit aller Sorgfalt planen und die Arbeit stets so gut erledigen sollten, als wäre sie für einen selbst. Die Ausbildung sei das Fundament für die Zukunft.
Dieses Fundament legten sich (in Klammern die Ausbildungsbetriebe): Monique-Marie Ackermann (Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen), Kauser Hadi Alo und Mehridani Serifi (Wilfried Huth und Sebastian Machens), Lisa Bruns (Hajo-Huth-Team), Gina Marie Da Costa Coehlo und Laura März (Trio Hair & Company), Talisa Marisol Dacosta Gonzalez (Yvonne Dacosta Gonzalez), Anuar Naso (Haar Scharf), Anabell Steinisch (Salon Struwelpeter) und Nader Osso (Stiftung Bildung Handwerk Nord in Alfeld). Eine Überraschung in einem goldenen Umschlag gab es für Laura März. Sie schnitt als Beste ab.
