Alfeld - Gefühlt werden die Schlaglöcher im Fahrbahnbelag von Straßen in und um Alfeld immer mehr und immer größer. Das betrifft auch die Nordtangente und die Ortseinfahrt aus Richtung Limmer. Steht dieser Bereich der Landesstraße 485 in diesem Jahr auf der Liste der sanierungsbedürftigen Straßen?
Mit einem schnellen Sprung kann sich der junge Mann, der auf dem Gehweg der Alfelder Gudewillstraße in Richtung Kreuzung Ravenstraße unterwegs ist, gerade noch zur Seite retten, ansonsten hätte ihn eine Ladung hochspritzendes Schmutzwasser getroffen. Das ist eine Szenerie, wie sie dort nach heftigen Regenfällen häufig vorkommt. Der Wasserschwall schwappt auch nicht selten gegen die Wände der angrenzenden Häuser.
Provisorisches Ausbessern
Der Grund: Die Fahrbahnen und Gossen sind dort so tief ausgefahren, dass sich darin das Regenwasser sammelt. Daran ändern weder Tempo-30-Schilder noch das provisorische Ausbessern der Furchen und Schlaglöcher im Asphalt durch Mitarbeiter der Straßenmeisterei Gronau etwas.
Ein Sprecher der Landesverkehrsbehörde für Straßenbau und Verkehr vom Geschäftsbereich Hannover hatte im März 2022 gegenüber der Redaktion bestätigt, dass Vertreter der Behörde die Strecke abgefahren seien. Dabei sei festgestellt worden, dass in diesem Bereich große Teile sehr marode sind. Doch für einen Sprung der Straße ins Bauprogramm des Landes hatte diese Aussage trotzdem nicht gereicht.
Mehr Geld für Sanierungen
Gibt es Hoffnung für dieses Jahr? „In den kommenden Jahren steht deutlich mehr Geld für die Sanierung und Erneuerung der niedersächsischen Landesstraßen und Brücken zur Verfügung“, schreibt Martin Klose von der Verkehrsbehörde. Das Land Niedersachsen stelle aus seinem Anteil am Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz des Bundes 500 Millionen Euro für Landesstraßen und Brücken bis einschließlich 2035 bereit. Das seien 50 Millionen Euro jährlich.
Bei den Landesstraßen würden zuerst Strecken repariert, die aufgrund ihrer Schäden temporeduziert sind. Inklusive maroder Brücken kämen insgesamt 150 erneuerungsbedürftige Bauwerke zusammen. Die Landesbehörde sei dabei, die Erneuerung der heimischen Infrastruktur mit diesen Ressourcen umfassend voranzutreiben. Dafür würden die Baumaßnahmen derzeit priorisiert.
Geduld ist weiter gefragt
„Eine konkrete Auskunft zu dem Streckenabschnitt in Alfeld ist jedoch erst nach Bekanntgabe des Jahresbauprogramms durch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen möglich“, so Klose. Er bittet um Geduld.
