Doppelte Sackgasse

Neue Baustelle: Vollsperrung auf Elzer Straße in Hildesheim kommt

Hildesheim - Der Hildesheimer Stadtteil Moritzberg kommt als Baustelle nicht zur Ruhe. Was geplant ist und was das für Folgen für den Stadtverkehr und die Buslinien haben wird.

Nächste Baustelle in Hildesheim: Die Elzer Straße wird voll gesperrt. Foto: Norbert Mierzowsky

Hildesheim - Die Baustelle Elzer Straße wird plangemäß fortgesetzt. Dafür wird am kommenden Montag, 8. August, ein erster Bauabschnitt voll gesperrt. Er reicht von der derzeitigen Baustelle im Bereich Krehlastraße rund 300 Meter weiter in der Elzer Straße bis auf Höhe der Hausnummer 35. Mitte November soll dann dieser Teilbereich fertiggestellt sein.

Doppelte Sackgasse

Doch die Elzer Straße wird weiterhin eine doppelte Sackgasse bleiben. Denn insgesamt sind noch vier weitere aufeinanderfolgende Bauabschnitte geplant. Der letzte wird voraussichtlich Ende 2023 mit dem Bau eines Kreisels enden, der die bisherige Ampelkreuzung in Richtung Himmelsthür ersetzen wird.

Eine Durchfahrt aus Himmelsthür zur B 1 ist nicht mehr möglich. Die Busse des Stadtverkehrs fahren von Himmelsthür auf die B 1 und wenden im Bereich der Himmelsthürer Straße.

Durchfahrt zur B1 nicht mehr möglich

Für die betroffenen Anlieger der jeweiligen Bauabschnitte hat das ausführende Bauunternehmen den Auftrag, die jeweiligen Behälter an den Müllabfuhrtagen zu eigens eingerichteten Sammelplätzen zu bringen. Die Tonnen oder Säcke müssen an den betreffenden Tagen lediglich an den Gehweg gestellt werden.

Service bei der Müllabfuhr

Für die Rückgabe der Tonnen ist es allerdings wichtig, diese deutlich mit der Hausnummer zu markieren, Während der Straßenbauarbeiten wird es in der Regel nicht mehr möglich sein, das eigene Grundstück anzufahren.

Für weitere Informationen auch zum Bauablauf besteht die Möglichkeit, sich für einen Newsletter unter www.stadt-hildesheim.de/elzerstrasse anzumelden.

Infonewsletter der Stadt

Seit mehr als zwei Jahren gibt es Straßenbauarbeiten im Stadtteil Moritzberg – zum Teil mit längeren Unterbrechungen. Zu Beginn wurde die Dingworthstraße saniert. Als Nächstes ging es zunächst, auch in der Elzer Straße, um die Sanierung von Kanälen und Leitungen. Mit dem Ende der Arbeiten wurde zwar die Straßendecke in der Elzer Straße wieder hergestellt, allerdings zunächst nur provisorisch.

Ein Grund für die Verzögerung der weiteren Arbeiten lag am Personalmangel in der Straßenbauverwaltung des Landes Niedersachsen. Dort konnte der Antrag aus Hildesheim auf Fördermittel deswegen lange nicht bearbeitet werden. Das hatte die Stadt auf Anfrage der HAZ schon vor längerer Zeit mitgeteilt.

Personalmangel in Behörde

Die Elzer Straße ist seit gut einem Jahr von der SEHi mit einem neuen Regenwasserkanal bestückt worden, doch die zum Teil marode, provisorische Straßendecke wird nach dem Ende der Arbeiten nicht zu Ende saniert. Der Grund dafür ist ein Personalmangel in der Straßenbauverwaltung des Landes. Deswegen wurde der Antrag aus Hildesheim auf Fördermittel des Landes dort. In einer vorherigen Version zu dem Thema war irrtümlich der Personalmangel bei der Stadt verortet.

Doch auf die Anlieger im Ortsteil Moritzberg kommen noch weitere, langwierige Baustellen zu. Zwischen der Pappelallee und dem Bergsteinweg werden im Bereich Beyersche Burg auf insgesamt 340 Metern der Mischwasserhauptkanal und auf 270 Metern der Regenwasserhauptkanal saniert. Anlass sind Risse im Leitungssystem, die bei einer Inspektion festgestellt worden sind. Die Kanäle wurden 1908 verlegt.

Kanalarbeiten

Die EVI will außerdem ihr Fernwärmenetz auch im Moritzberg erweitern und wird dafür die anstehenden Tiefbauarbeiten nutzen. Auch das wird eine lange Bauphase nach sich ziehen. Bislang gehen die Planungen davon aus, bis zum Frühsommer nächsten Jahres fertig sein zu können.

Weitere Baustellen

Auch dafür müssen Anlieger zeitweilig mit Vollsperrungen rechnen. Für jeweils rund vier Wochen werden dafür die Pappelallee und der Bergsteinweg an den entsprechenden Anschlussstellen für den Hauptabwasserkanal voll gesperrt und damit ebenfalls zu doppelten Sackgassen.

Für alle Bauarbeiten werden auch befristet die Buslinien im Stadtverkehr umgeleitet. Insgesamt sollen alle Bauvorhaben aber untereinander so abgestimmt werden, dass es zu möglichst wenig verkehrlichen Problemen kommen soll.

In jedem Fall werden jeweils umfangreiche Umleitungsstrecken ausgewiesen, über die gesondert informiert wird. Die Moritzberger werden also noch auf eine Geduldsprobe gestellt.

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