Um die Wurst

Erinnerungen an den Wurstkrieg um Imbissstand an Schloss Marienburg

Nordstemmen - Wer in eine Currywurst am Stand von Friedrich-Karl Bordt in Nordstemmen beißt, dem fällt mitunter der Rechtsstreit ein, den der Snackbar-Mann einst ausfocht. Dabei ging es um seinen Standort am Schloss Marienburg. Der Blick zurück.

Damals war die Welt für den Imbiss-Mann noch in Ordnung, 2006 am Imbissstand von Friedrich-Karl Bordt im Schatten von Schloss Marienburg. Danach stritt er sich um den Standort vor Gericht. Foto: HAZ

Nordstemmen - Zwischen 2006 und 2008 tobten Streitereien zwischen Imbiss-Mann Friedrich Karl Bordt und dem damaligen Verwalter des Schlosses Marienburg, Mauritz von Reden. Der Zwist landete vor Gericht. Und Bordt verlor seinen Stammplatz am Schloss Marienburg - den beliebten Standort, den so wie heute in Nordstemmen viele Motorrad– oder Rollerfahrer ansteuerten, um eine Wurst oder ne Schale goldbrauner Fritten mit Mayo zu genießen. Doch dann kam Ungemach.



Metzger Bordt räumte wegen eines Events im Schloss seinen Platz an den Parkflächen vorübergehend - und später entbrannte ein Konflikt wegen verlorener Einnahmen an seinem Mobil-Imbissstand. Bordt forderte einen Ausgleich, doch Schlossverwalter von Reden und das Welfenhaus winkten ab. Die Fronten verhärteten sich. Es gab sogar eine Räumungsklage gegen Bordt. Der vorher am Schloss rechtzeitig die Biege mit seinem „Speisewagen“ gemacht, anderenfalls hätte der Schlossverwalter wohl Bordts Imbisswagen kurzerhand abschleppen lassen, wie der Metzger berichtet.

Pommes rot-weiß

Wenn sich der 75-Jährige heute an diese Zeit erinnert, wirkt er ziemlich entspannt. Dieses Kapitel ist abgeschlossen. Ein neues macht ihm nun schon seit Jahren in Steinwurfnähe des Rathauses in Nordstemmen Freude. Pommes rot-weiß oder Bratwürste verkauft der 75-Jährige auch dort manches Mal wie am Fließband. Und plaudert dabei mit Kunden, von denen sich einige an den üblen Zoff des Metzgers mit dem einstigen Schlosschef erinnern. Durch nun herrscht Friede für Bordt, auf dem Parkplatz am Rathaus ist der Mann längst angekommen. Seine Stammgäste und Laufkundschaft machen ihm ein gutes Gefühl. Ganz andere Zeiten als damals am Schloss.

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