Neue Gaststätte

Erlebnisgastronomie in Algermissen: Excalibur hat eröffnet

Algermissen - 20 Jahre war Werner Eggerts Excalibur ein Kultlokal in Hannover-Bemerode. Jetzt hat die Erlebnisgastronomie in Algermissen eröffnet. Und die ist nicht nur für Mittelalter-Fans interessant.

Algermissen - 20 Jahre war Werner Eggerts Excalibur ein Kultlokal in Hannover-Bemerode. Jetzt hat die Erlebnisgastronomie in Algermissen eröffnet.

Nach Algermissen ausgewichen

Das Gebäude in Hannover, hier war das Excalibur in einem Kellergewölbe untergebracht, musste Eggert verlassen. Die Stadt Hannover hatte den Mietvertrag gekündigt, war nicht bereit, in den nötigen Brandschutz zu investieren. Eggert musste notgedrungen in das ehemalige Alte Haus nach Algermissen. Dort hatte Eigentümer Konrad Deppe einst eine Landschlachterei mit Gaststätte betrieben.

Und inzwischen freut sich Eggert sogar, dass er in den Hildesheimer Nordkreis ausweichen musste. So passt das Fachwerkhaus im Piepenbrink in Algermissen viel besser zu der von Eggert angebotenen Erlebnisgastronomie als der Betonklotz in Bemerode, in dem sein Restaurant untergebracht war. „Das sieht ja richtig schön aus“, sagt Eggert, während er das große Eingangsportal betrachtet.

Das sieht ja richtig schön aus

Werner Eggert, Excalibur-Inhaber

Und noch etwas ist anders als in Bemerode. Die Algermissener sind dankbar über das neue gastronomische Angebot, wie Eggert schon in den ersten Wochen beobachtet hat. „Die wollen, dass das funktioniert.“ Dabei werden wohl die meisten Gäste gar nicht aus Algermissen kommen. Denn Eggerts Erlebnisgastronomie besuchen Gruppen aus ganz Norddeutschland und darüber hinaus.

Kegelclubs und Vereine feiern im Excalibur

Kegelclubs, Vereine oder ganze Betriebe können bei ihm so genannte Gelage buchen. Da kann man dann wie an einer mittelalterlichen Tafel oder wie in einer Piratenspelunke rustikal speisen.



Dabei gehört die Belustigung der Gäste fest zum Programm. Da wird auch schon mal jemand unter dem Gejohle der restlichen Gruppe vom Scharfrichter in einen Käfig eingesperrt. Und freche Sprüche der Bedienungen gehören hier zum guten Ton.

Auch österreichische Schmankerl gibt es im Excalibur

Doch in Algermissen stellt Eggert noch mehr auf die Beine. Neben den Gelagen im Mittelalter-Bereich und in der Black-Pearl-Abteilung (dort wird Rodizio serviert, also Fleisch vom Spieß) können Gäste auch ganz klassisch speisen. Eggert, dessen Mutter aus Wien kommt, bietet Alpenküche an. Unter anderem ein Schnitzel, das wie im bekannten Restaurant Figlmüller in der österreichischen Hauptstadt in drei Pfannen zubereitet wird.

Kneipenzimmer für Raucher

Auch ein Kneipenzimmer hat Eggert eingerichtet. Es verfügt über eine große Absauganlage, weswegen dort auch Raucher willkommen sind. Insgesamt hat Eggert in das Restaurant nach eigenen Angaben 140 000 Euro investiert. Dazu gehört natürlich auch die Ausstattung für das Mittelalter- und Piraten-Ambiente. Ritterrüstung, Skelett, Käfige oder Hörner bilden unter anderem die ganz spezielle Kulisse. Insgesamt stehen im Innenraum 200 Plätze zur Verfügung. 15 bis 17 Gelage sind so je nach Gruppengröße zeitgleich möglich. Die müssen vorab reserviert werden. Es gibt aber für kleine Freundesgruppen oder Familien auch „Gemeingelage“, die man ohne vorherige Reservierung bestellen kann.

Das Restaurant hat vorerst von freitags bis sonntags ab 17 Uhr geöffnet. Später will Eggert dann auch am Donnerstag und/oder Mittwoch sein Restaurant öffnen.

Biergarten wird noch erweitert

Im nächsten Jahr will er auch den schon vorhandenen Biergarten erweitern. Dafür soll ein Parkplatz weichen. Dann werden im Außenbereich noch einmal 300 Plätze dazukommen. Und auch mit der Inneneinrichtung ist Eggert noch nicht fertig. Anderthalb Jahre werde es wohl noch dauern, bis die Räume komplett seinen Vorstellungen entsprechen, erzählt er.

Eigentlich müssten wir der Stadt ein Dankesschreiben schicken, weil sie uns rausgeschmissen hat

Werner Eggert, Excalibur-Inhaber

Der Stadt Hannover, mit der er im Streit auseinanderging, ist er schon fast dankbar, dass er so zu dem neuen Standort im Kreis Hildesheim gekommen ist: „Eigentlich müssten wir der Stadt ein Dankesschreiben schicken, weil sie uns rausgeschmissen hat.“

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