Vandalismus

Ermittlungen dauern an: Polizei geht im Fall der zerstörten Floodtubes konkretem Zeugenhinweis nach

Hildesheim - Am Silvesterabend sowie am Tag nach Neujahr sind Flutröhren im Bereich der Innerste, die dem Schutz vor Hochwasser dienen, zerstört und manipuliert worden. Die Polizei ist weiterhin auf der Suche nach den Verantwortlichen für die Taten.

Wenn das Wasser steigt, kommen sie zum Einsatz, um Anlieger und Häuser zu schützen: Floodtubes. Foto: Kathi Flau

Hildesheim - Inzwischen hat die Nachricht nicht nur in Hildesheim und der Region die Runde gemacht, sondern sogar Süddeutschland erreicht: Dass an der Innerste während des Hochwassers Flutröhren, die sogenannten Floodtubes, zerstört worden sind, haben unter anderem der Nachrichtensender N-TV, die Süddeutsche Zeitung, RTL und weitere Medien berichtet. In Hildesheim indes geht die Suche nach den Verantwortlichen weiter. Erst vor einigen Tagen hatte die Stadt aufgrund der Spende eines Bürgers 2500 Euro Belohnung für Hinweise ausgesetzt, die zu einer Verurteilung der Täter führen.

Doch konkrete Erkenntnisse dazu, wie es zu den Fällen von Vandalismus gekommen war, liegen der Polizei noch immer nicht vor, teilt deren Sprecher Jan Makowski auf Nachfrage der HAZ am Dienstag mit: „Die Ermittlungen wegen eines Anfangsverdachts auf Zerstörung wichtiger Arbeitsmittel wurden erst vor einer Woche aufgenommen“, so Makowski, „sie dauern weiterhin an.“ Dabei gehe man auch einer möglichen Spur nach, auf die die Beamten durch eine geschilderte Beabachtung gestoßen sind: „Ende der vergangenen Woche“, so der Polizeisprecher weiter, „hat sich ein Zeuge gemeldet, dessen Hinweisen nachgegangen wird“. Ob sich eventuell noch weitere Zeugen melden, bleibe abzuwarten.

Jede einzelne der Rühren wiegt gefüllt viele Tonnen

Auch sei die Ursache, warum die Röhren in der Innerste gelandet sind, noch unklar und Gegenstand der andauernden Ermittlungen. Fakt ist: Jede einzelne der Röhren war mit etwa 10.000 Litern Wasser gefüllt und allein deshalb Tonnen schwer. Der zwischenzeitliche Verdacht, es könnte sich bei den Verursachern um Kinder handeln, die im Beisein von Erwachsenen auf die Röhren geklettert sein sollen, schien sich daher nicht zu bestätigen. Wer als Zeuge Angaben machen kann, den bittet die Polizei, sich telefonisch unter 939-115 mit ihnen in Verbindung zu setzen.

Die Stadt Hildesheim selbst hatte Anzeige bei der Polizei erstattet. Denn ihr ist besonderer Schaden entstanden, schließlich hatte sie die Floodtubes angeschafft. Der Schaden kann inzwischen auf 20.000 Euro beziffert werden, wie Stadtsprecher Helge Miethe sagt. „Die Kosten für das gesamte Schlauchsystem wurden 2018 mit rund 170.000 Euro beziffert.“

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