Friedrichshafen/Giesen - Die Helios Grizzlys Giesen haben Spiel zwei der Playoff-Halbfinal-Serie beim VfB Friedrichshafen verloren. In der mit 1000 Zuschauern ausverkauften Spacetech-Arena unterlagen die Giesener dem VfB mit 3:0 (25:23, 25:15, 25:17 ). Damit steht es in der Best-of-Five-Serie nun 1:1, weiter geht es am nächsten Mittwoch (19 Uhr) mit dem zweiten Heimspiel der Grizzlys. „Das war sehr, sehr deutlich“, erkannte Giesens Trainer Itamar Stein an. „Spätestens ab Satz zwei war Friedrichshafen die einzige Mannschaft auf dem Feld.“
Die Auswärtsreise an den Bodensee stand bereits von Beginn an unter keinem guten Stern, mussten die Giesener die Fahrt ohne Mittelblocker Noah Baxpöhler und Außenangreifer Jori Mantha (beide krank) antreten. JT Hatch und Maciej Borris ersetzten die ansonsten unveränderte Anfangsformation von Trainer Itamar Stein.
Guter Start
Doch trotz der personellen Probleme kamen die Giesener gut in die Partie – führten nach einem Punkt von Borris und einem Block von Michiel Ahyi schnell 2:0, legten durch Hatch und Goldrin sogar nach und bauten die Führung auf 7:3 aus. Mittelblocker Borris führte sich allgemein gut ein, er holte sich zwei Blockpunkte, sodass die Grizzlys 11:5 führten. Friedrichshafens Jackson Young und Jose Masso stellten beim 14:11 den Kontakt wieder her, ehe wenig später Masso Ahyi blockte und es wieder Einstand (17:17) herrschte.
Mit hohem Aufschlagdruck setzte der VfB die Giesener enorm unter Druck, nach vier Punkten in Folge führten die Hausherren dann 22:19. Giesens Trainer hatte da bereits Hauke Wagner und Lorenz Karlitzek eingewechselt – ohne Erfolg. Zwar kämpften sich die Giesener wieder heran, den Satzverlust konnten sie aber nicht mehr verhindern. Michal Superlak beendete Durchgang eins zum 25:23. „Wir hatten eigentlich alles unter Kontrolle“, erklärte Stein später. „Aber leider bringen wir den Satz durch eigene Fehler nicht nach Hause.“
Plötzlich zerbricht alles
Satz zwei wurde dann fast zu einem Debakel für die Giesener. Bis zum 6:6 hielten sie zwar mit, vor allem Dank Maciej Borris, doch dann riss komplett der Faden. Immer wieder landeten Angriffe im Block, dazu schlug Tim Peter eine überragende Aufschlagserie für den VfB. Deutlich mit 25:15 ging der Durchgang an die Friedrichshafener. In Zahlen ausgedrückt war die Überlegenheit kaum zu übersehen: allein sechs Blocks und fünf Asse standen nur in diesem Durchgang zu Buche. Stein hatte zwischenzeitlich erneut Kapitän Wagner für den glücklosen Ahyi gebracht, doch auch er konnte kaum etwas ändern.
Die Leistung der Grizzlys erinnerte nun – leider – an vergangene Zeiten. Da gaben sich die Giesener in aussichtlosen Spielen oft auf. So auch am Samstagabend am Bodensee. Der VfB spielte zwar gut, aber nicht übermäßig. Die Grizzlys hatten schlichtweg kaum etwas entgegen zu setzen – so ging auch Satz drei dahin. Über 7:3, 15:6 und 18:10 spulten die Gastgeber ihr Pensum souverän herunter. 25:17 endete satz drei. „Friedrichshafen hat unglaublich stark gespielt“, bilanzierte Stein.
VfB-Trainer Mark Lebedew sagte: „Mittwoch war unglaublich belastend, sowohl körperlich, als auch mental. Scheinbar haben wir das etwas besser verkraftet.“
