Öffentlicher Dienst

Erstmals führt ein Duo die Bau-Abteilung im Nordstemmer Rathaus

Nordstemmen - Erstmals wird ein Fachbereich des Nordstemmer Rathauses mit einer sogenannten Tandem-Lösung geführt. Zunächst einmal auf Probe. Bürgermeisterin Nicole Dombrowski konnte damit verhindern, dass der Posten lange unbesetzt bleibt.

Uwe Tatusch (links) und Yannick Marcao leiten ab sofort gemeinsam den Bau-Fachbereich im Nordstemmer Rathaus. Foto: Sebastian Knoppik

Nordstemmen - Nachdem der Nordstemmer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung den Ersten Gemeinderat Marcus Tischbier überraschend nicht im Amt bestätigt hat, droht nun eine längere Vakanz, zumal Tischbier auch Fachbereichsleiter war. Bei einem weiteren Führungsposten im Rathaus konnte Bürgermeisterin Nicole Dombrowski dies jetzt verhindern: Für die Leitung des Fachbereichs 3 (Planung, Bau und Umwelt) konnte sie nach dem Weggang von Florian Schwindt zwei vorhandene Mitarbeiter gewinnen, die die Abteilung nun als Tandem führen.

Die Doppelspitze besteht aus Yannick Marcao und Uwe Tatusch. Sie arbeiten für zwei Jahre nach dem Modell Führung auf Probe, das im Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst verankert ist. Nach den zwei Jahren soll dann entschieden werden, ob der 34-jährige Marcao die Leitung alleine übernimmt. Der 59-jährige Tatusch würde dann wieder in die Position des Stellvertreters zurückkehren. Er hatte auch schon Fachbereichsleiter Schwindt vertreten.

Eine Stelle muss noch neu besetzt werden

Bürgermeisterin Dombrowski freut sich über die nun gefundene interne Lösung, die eine lange Vakanz zumindest auf diesem Posten verhindert. Sie ist zuversichtlich, dass Marcao nach zwei Jahren die Führung allein übernehmen kann. „Grundsätzlich wächst man mit seinen Aufgaben“, sagt sie. Während der Tandem-Zeit gibt es eine klare Aufgabentrennung zwischen Marcao und Tatusch. Während Marcao unter anderem für Hochbau, Umwelt- und Klimaschutz sowie Raumplanung zuständig ist, kümmert sich Tatusch um den Tiefbau, aber auch um den Natur- und Landschaftsschutz sowie den Bauhof. Eine Stelle im Fachbereich fehlt nun durch die interne Umbesetzung. Sie will Dombrowski möglichst teilen: mit einem Architekten oder einer Architektin – diese Kompetenz fehlt nach Schwindts Weggang im Rathaus – auf der einen Seite und einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter mit einer klassischen Verwaltungsausbildung auf der anderen Seite.

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