Hildesheim - Feuerwehr-Einsatz am Innerstewehr beim Ehrlicher-Park: Die Einsatzkräfte haben am Donnerstagmorgen ein totes Kalb aus dem Wasser gezogen. Laut Feuerwehr war das Tier schon zuvor ertrunken und trieb im Wasser, ehe es durch den Sog des Wehrs gestoppt wurde.
Gegen 8 Uhr meldete sich ein Passant bei der Hildesheimer Berufsfeuerwehr und wies die Einsatzkräfte auf das Tier im Wasser hin. „Wir haben einen kurzen Moment gewartet, bis alle von unserer Besatzung einsatzbereit waren und haben uns dann auf den Weg gemacht“, schildert Markus Dörrie von der Berufsfeuerwehr. Für ihn und seine Kollegen hatte zu diesem Zeitpunkt gerade die Schicht begonnen.
Per Schlauchboot ans Wehr
Am Mühlengraben angekommen, entdeckten die Feuerwehrleute das Kalb in der Innerste – doch sie benötigten weitere Unterstützung, um es aus dem Wasser zu ziehen. „Wir brauchten ein Schlauchboot“, erklärt Dörrie. Die Einsatzkräfte näherten sich dann langsam von der unteren Seite des Wehrs. „Für die Kollegen im Schlauchboot bestand durch den Sog keine Gefahr, dafür ist das Schlauchboot zu groß. Wenn sie unvorsichtig gewesen wären, hätten sie höchstens ein bisschen nass werden können.“
Die Feuerwehrleute griffen das Tier und zogen es mit Hilfe eines Schürhakens an Land. „Es war ein Jungkalb, ich schätze, maximal ein Vierteljahr alt“, sagt Dörrie. „Dadurch, dass es noch jung und vergleichsweise leicht war, wurde es durch das fallende Wasser des Wehrs immer wieder unter Wasser gedrückt und herumgewirbelt und eben nicht weiter herausgespült.“
Wem gehörte das Tier?
Das Kalb war zu dem Zeitpunkt, als es am Innerstewehr ankam, bereits tot. Die Feuerwehr geht davon aus, dass es irgendwo ins Wasser gefallen war, nicht aus eigener Kraft wieder an Land kam und schließlich ertrank. Wo genau das passiert ist, ist unklar. „Theoretisch könnte es auch nahe der Innerstetalsperre reingefallen und bis hierher getrieben sein – wir wissen es schlicht nicht.“ Das Tier hatte keine Ohrmarke, die Hinweise auf den Besitzer oder die Besitzerin geben könnte.
Nachdem die Feuerwehr das Tier an Land gezogen hatte, wurde der Kadaver vom Bauhof der Stadt Hildesheim entsorgt. Die Einsatzkräfte rund um Markus Dörrie beendeten ihren Einsatz gegen 9.45 Uhr und rückten wieder ab.

