Beflaggung

Flaggen über dem Hildesheimer Rathaus stehen auf vollmast

Hildesheim - Am Rathaus und an anderen öffentlichen Gebäuden wehen an diesem Donnerstag die Flaggen auf vollmast. Der Grund ist ein Gedenktag.

Am 8. Mai steht die Flagge am Hildesheimer Rathaus auf vollmast. Am Morgen ist der Wind nicht stark genug, um sie wehen zu lassen. Foto: Phillip Kampert

Hildesheim - Auf dem Hildesheimer Rathaus stehen die Flaggen auf vollmast; die niedersächsische Staatskanzlei hat die Landesweite Beflaggung aller öffentlichen Gebäude für diesen 8. Mai angeordnet. Der Anlass ist der 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges in Europa und der Befreiung vom Nationalsozialismus.

Ministerpräsident in Polen

An diesen Tag wird nicht nur in Deutschland erinnert. So ist zum Beispiel Ministerpräsident Stephan Weil nach Polen gereist, um dort dem Kriegsende und der Befreiung zu gedenken. „Das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 80 Jahren erinnert uns an das unermessliche Leid, das – ausgehend von Deutschland – Europa damals erlebt hat, aber auch an den Wert von Versöhnung, Frieden und Solidarität“, sagt Weil. Am Donnerstagnachmittag will er in Wrocław (Breslau) eine aktualisierte Partnerschaftsvereinbarung zwischen Niederschlesien und Niedersachsen unterzeichnen, heißt es aus der Staatskanzlei.

Die Anerkennung dafür, den 8. Mai im öffentlichen Diskurs als Befreiung – und nicht etwa als Niederlage – zu betrachten, wird meist dem ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker zugeschrieben. Dieser sagte 1985 in einer Rede vor dem Bundestag in Bonn: „Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung. Er hat uns alle befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.“

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