Auszeichnung

Freibad im Kreis Hildesheim ist bundesweit der „Beach of the year“

Lamspringe - Ein Freibad im Landkreis Hildesheim hat bei der bundesweiten Kür des „Beach of the year“ sogar eine Strandbar an der Spree mitten in Berlin abgehängt – und wurde die Nummer eins.

Eine besondere Auszeichnung gab es jetzt für dieses Freibad im Hildesheimer Land. Foto: Jürgen Zimmat

Lamspringe - „Beach of the year“ – Strand des Jahres: Mit diesem Titel darf sich das Waldbad Lamspringe ein Jahr lang schmücken. Das ist das Ergebnis einer Abstimmung auf dem Internet-Portal Citybeach.de, einer Suchmaschine für die schönsten Stadtstrände, Freibäder und Oasen. Das Waldbad hängte dabei namhafte Konkurrenz ab. Eine Strandbar an der Spree mitten in Berlin schaffte es hinter Lamspringe nur auf Platz zwei – trotz internationalen Flairs, wie in einer Beschreibung der Sieger betont wird. „Gestrandet Berlin-Mitte“ heißt dieser Beach in der Hauptstadt. Und auch der Drittplatzierte erscheint wie ein Mitbewerber aus einer anderen Liga: der Citybeach in Dresden. Wie viele genau mit abgestimmt haben, verrät Citybeach nicht, spricht aber von einer „großartigen“ Beteiligung bei der Kür der „coolsten und besten Location“.

Fünf Sterne im Durchschnitt

„Das ist fantastisch“, kommentierte der Lamspringer Bürgermeister Andreas Humbert das Ergebnis am Montag, „es ist schön, dass bei dem Wettbewerb auch Bäder in kleineren Orten eine Chance haben“.

Klein, aber großartig: So könnte man die 89 Kommentare von Waldbad-Besuchern auf der Citybeach-Seite zusammenfassen. Sie gaben „ihrem“ Bad im Durchschnitt fünf von fünf möglichen Sternen und lobten die „wunderschöne Waldlage“ ebenso wie die ehrenamtlichen Mitarbeiter. „Sie strahlen von innen heraus und haben für jeden ein freundliches Wort“, heißt es in einem der Beiträge, „das macht jedes schlechte Wetter wieder wett“.

Humbert, nebenbei auch Vorsitzender des Waldbad-Fördervereins, zeigt sich begeistert vom Einsatz des Teams der integrierten Arbeitsgemeinschaft Waldbad: „Wo gibt es das sonst, dass Frühschwimmer morgens schon einen Kaffee serviert bekommen?“, nennt er als eines von vielen Beispielen für einen besonderen Service. Den wissen offenbar viele Stammgäste zu schätzen. Im Verlauf der Saison gibt es immer einige Höhepunkte, von denen einige sogar trotz der Einschränkungen in der Corona-Krise über die Bühne gingen, sei es die Abendstimmung beim „Sundowner“ im August oder das Hundeschwimmen zum Saisonabschluss im September.

Café mit neuem Konzept

Besonders gut kam in diesem Jahr offenbar das neue Konzept des Cafés auf dem Badgelände an. Es wird von einer Gruppe ehrenamtlicher Helfer geführt, dadurch sind auch die Preise moderat. Dass es die Auszeichnung „Beach of the year“ ausgerechnet in der Saison gab, die überall von der Corona-Pandemie überschattet war, wertet Humbert als zusätzliche Anerkennung für die Flexibilität aller am Badbetrieb Beteiligten: „Anscheinend ist es uns trotz der schwierigen Umstände gelungen, einen reibungslosen Ablauf hinzubekommen“, sagt er.

Das gelang unter anderem durch ein Bälle-System: Am Eingang lagen so viele Bällchen bereit, wie Besucher ins Freibad durften. Im kommenden Jahr könnte der aktuelle Award noch zu einem stärkeren Andrang führen. Denn Citybeach.de kündigt mehrere Promotionaktionen für die drei Gewinnerbäder an –und eine „streng geheime Aktion im nächsten Jahr“.

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