Straße gesperrt

Gasalarm: Feuerwehreinsatz in der Hildesheimer Fußgängerzone

Hildesheim - Dieser Einsatz sorgte für Aufsehen: Die Feuerwehr musste am Dienstagnachmittag in die Hildesheimer Innenstadt ausrücken. In einem Wohnhaus war Gas ausgetreten. (Mit Video)

Feuerwehr, Polizei und eine gesperrte Straße: die Szenerie am Dienstagnachmittag in der Hildesheimer Fußgängerzone. Foto: Manuel Lauterborn

Hildesheim - „Riecht ein bisschen nach Gas, riechst du das auch?“ Die Frau, an die die Frage gerichtet ist, antwortet nicht. Sie schaut in Richtung des blau-weißen Flatterbands, auf dem Polizei steht, und auf die Feuerwehrleute in Uniform. Die beiden Freundinnen gehen schnellen Schrittes an der Szenerie vorbei und machen sich nichts weiter draus. Mit ihrer Bemerkung liegt die eine von ihnen allerdings richtig. Am Dienstag ist in einem Wohnhaus in der Straße Hoken Gas ausgetreten, der Feuerwehreinsatz mitten in der Fußgängerzone sorgte für Aufsehen.

„Es roch nach Gas“

Gemeldet wurde der Gasalarm gegen 14.30 Uhr. Umgehend rückten daraufhin die Berufsfeuerwehr und die Feuerwehr Stadtmitte mit insgesamt 21 Einsatzkräften in die Innenstadt aus – und das war nicht zu übersehen: Fünf Feuerwehrfahrzeuge, darunter auch die Drehleiter, reihten sich im Hohen Weg auf. Im Kurzen Hagen stand ein Rettungswagen und an der Ecke Marktstraße/Hoher Weg, direkt am blau-weißen Absperrband, ein Streifenwagen der Polizei.

„Als wir an der Einsatzstelle ankamen, haben wir es auch gemerkt: Es roch nach Gas“, schildert Einsatzleiterin Josefine Lekon von der Hildesheimer Berufsfeuerwehr. Die Einsatzkräfte sperrten die Marktstraße sowie den Zugang zum Hoken aus der Rathausstraße ab, auch die Personen, die bis in die Marktstraße Schlange standen, um von einer besonderen Aktion eines neu eröffneten Dönerladens zu profitieren, mussten sich anders positionieren. Anschließend rückten Einsatzkräfte mit Atemschutzgeräten in das Gebäude vor. Sie stellten schließlich den Gashahn ab und lüfteten die Räume.

Keine Verletzten

„Verletzt wurde niemand, alle Bewohner des Hauses hatten das Gebäude bereits aus eigener Kraft verlassen“ berichtet Lekon. Was genau die Ursache für das austretende Gas war, dazu konnte sie keine Angaben machen. Das müsse nun überprüft werden. Auch die EVI war am Dienstagnachmittag in der Fußgängerzone vor Ort.

Während des Einsatzes blieb die Marktstraße für Fußgänger gesperrt. Viele Passanten, erkundigten sich bei den Einsatzkräften. „Was ist denn hier los?“, fragte sich ein Kind zunächst selbst, ehe es sich an einen Feuerwehrmann wandte. Ein anderes durfte ausnahmsweise schnell unter der Absperrung durch, um sein dort abgestelltes Fahrrad zu holen. Gegen 16.15 Uhr war der Einsatz für die Feuerwehr beendet, die Marktstraße wurde wieder freigegeben und die Bewohner konnten zurück ins Gebäude.

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