Aus für Gelbe Säcke

Gelbe Tonne: Ab Montag beginnt die Auslieferung an die Haushalte in Hildesheim

Hildesheim/Kreis Hildesheim - Mehr als 50.000 Haushalte in der Stadt und im Landkreis Hildesheim bekommen von Montag an die Gelbe Tonne. Noch hat der Gelbe Sack aber nicht ganz ausgedient. Für wen jetzt die Zeit drängt.

Hier im Juni noch exklusiv beim ZAH, ab Montag unterwegs zu den Kunden: die gelben Tonnen in der Standard- und der Großversion, präsentiert von ZAH-Chef Jens Krüger Foto: Julia Moras

Hildesheim/Kreis Hildesheim - Nach dem Hin und Her um die Gelbe Tonne schaffen der Zweckverband Abfallwirtschaft Hildesheim (ZAH) und die Entsorger RMG Rohstoffmanagement (Stadtgebiet) und Remondis (Landkreis) jetzt Fakten: Von Montag an beginnt die Auslieferung der Sammelbehälter in der Stadt und im Landkreis Hildesheim. Von Januar an werden die Tonnen dann im vierwöchigen Rhythmus geleert. Gelbe Säcke werden nur noch im laufenden Jahr ausgegeben und bis Ende Februar 2023 abgeholt.

„Die gelbe Tonne ist da“, heißt das Faltblatt, das der ZAH dieser Tage an alle Haushalte in der Stadt und im Landkreis Hildesheim verteilt. „Wir wollen darin nochmal an die wichtigsten Eckdaten erinnern“, sagt Stefan Grampe vom ZAH. Beim Verband haben sich seinen Angaben nach rund 80 Prozent der Hauseigentümerinnen und -eigentümer im Landkreis gemeldet und die 240 Liter fassende Standardtonne bestellt. Mit der Auslieferung der 1100-Liter-Tonne, die sich zum Beispiel für Großwohnanlagen eignet, werde im Dezember begonnen. Wie berichtet, hatten sich Hausbesitzer in der Vergangenheit über die aus ihrer Sicht so großen Standardtonnen beschwert: In „begründeten Einzelfällen“, zum Beispiel wegen Transport- oder Platzproblemen, kann laut ZAH nun auch eine 120 Liter fassende kleine Tonne bestellt werden.

Wer noch keine geordert hat, muss sich jetzt beeilen

Wer bisher noch keine Tonne geordert hat, kann dies nach wie vor auf der ZAH Homepage oder schriftlich unter Angabe der achtstelligen Gebührennummer erledigen. Tonnen, die noch bis zum Ende dieses Jahres bestellt werden, werden dann laut Grampe im Januar und im Februar des kommenden Jahres ausgeliefert.

Die Gelbe Tonne ist für die Bürgerinnen und Bürger in der Stadt und im Landkreis Hildesheim kostenlos. Die Entsorger finanzieren die Beschaffung der mehr als 50 000 Tonnen, der Preis soll für die kleinen Tonnen bei rund 25 Euro brutto und für die 1100 Liter fassenden Tonnen bei 150 Euro pro Behälter liegen.

Falsch befüllte Tonnen bleiben stehen – vier Wochen lang

Anders als bei der sogenannten Wertstofftonne, deren Einsatz für die Zukunft noch nicht vom Tisch ist, dürfen in die Gelbe Tonne nur Verkaufsverpackungen aus Kunst- und Verbundstoffen oder aus Blech. Auf jeder Tonne befindet sich eine Liste dessen, was eingefüllt werden darf, sagt Grampe. Verpackungen sollten möglichst sauber und frei von Anhaftungen entsorgt werden, damit es nicht zu unangenehmen Gerüchen komme. Ein Abspülen der Verpackung sei aber nicht sinnvoll.

Sicherheitshalber weist der ZAH darauf hin, dass der Inhalt der Tonne auch kontrolliert wird. Falsch befüllte Behälter können stehen gelassen werden, sie werden dann mit einem Zettel gekennzeichnet und müssen vom jeweiligen Haushalt nachsortiert werden. Die Tonne wird dann erst zum nächsten regulären Termin geleert – also vier Wochen später.

Hickhack um die Tonne in der Region Hildesheim

Die Einführung der gelben Tonne, bei der es sich tatsächlich um eine herkömmliche schwarze Tonne mit gelben Deckel handelt, war im Kreis Hildesheim begleitet von einem längeren Rechtsstreit. Hintergrund der Einführung ist die Überzeugung, dass der Verbrauch von jährlich 11 Millionen Plastiksäcken im Entsorgungsgebiet des ZAH ökologisch nicht zeitgemäß ist. Zudem war es immer wieder dazu gekommen, dass Gelbe Säcke aufrissen und einen enormen Reinigungsaufwand verursacht hatten.

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