Hildesheim - Es passiert in jedem Frühjahr erneut, ist also ein vertrauter Anblick. Dennoch bringt das gelbe Meer aus Wilden Tulpen, das in der Regel ab Mitte April auf dem Südhang des Kehrwiederwalls zu sehen ist, die Augen vieler Spaziergänger immer wieder zum Leuchten. Nicht wenige greifen zu ihrem Handy, um den gelben Teppich fotografisch festzuhalten.
Der fällt seit den Auslichtungsarbeiten am Wall in den vergangenen Jahren zunehmend üppiger aus. Das liege daran, dass die Tulpen mehr Licht bekämen, erklärt Maren Burgdorf vom Ornithologischen Verein zu Hildesheim: „Dadurch gibt es bestimmt dreimal so viele wie früher.“ Und so wächst die Tulipa sylvestris, wie der botanische Name der Tulpe lautet, nicht nur weiter den Hang hinunter, sondern breitet sich auch an dessen oberem Rand auf einem immer längeren Abschnitt aus. Die Tage der Tulpen sind allerdings gezählt, sie werden bald verblühen. Wer mehr über die Blumen erfahren will, sollte auf die Internetseite des OVH schauen – dort lassen sich auch weitere Standorte finden. Pflücken ist übrigens verboten: Die Wilde Tulpe ist geschützt.
