Bei Hempens unterm Sofa

Geld allein macht nicht glücklich – es sei denn, man kauft sich einen Hund davon

Hildesheim - Hunde-Generationenwechsel in einem Wohn-Viertel und höchstwahrscheinlich der Beginn einer tierischen Freundschaft.

Bei Hempens auf dem Sofa liegen seit Weihnachten wieder Hundehaare auf dem Sofa. Nun gibt es noch einen Neuzugang im Viertel. Foto: Chris Gossmann

Hildesheim - Aus Neubaugebieten kennt man das. Da wohnen viele junge Familien, die Kinder meist so in einer Altersklasse. Dann vergehen die Jahre, die Kinder werden größer und irgendwann ziehen sie aus. Dann wohnen nur noch die Eltern im Haus und schließlich ist das Viertel irgendwann eine Siedlung mit hauptsächlich älteren Menschen. Bis dann wieder neue Familie einziehen. Generationenwechsel nennt man das. Wir wohnen in keinem Neubaugebiet. In unserem Viertel ist alles sehr schön gemischt, Familien mit Kindern, ältere Menschen und mittelalte. Nur die Hunde, die waren alle etwa in einem Alter: Rauhaardackel Lumpi, die Labradore Nele, Leo, Tobit, der Zwerg-Spitz Prinzi und die Terrierdame Indra. Doch bis auf Prinzi haben sich in den vergangenen Jahren leider alle Hunde nach und nach in den Hundehimmel aufgemacht.

Geld allein macht nicht glücklich

Während etliche Halter sich bisher für ein Leben ohne Vierbeiner entschieden haben, hielten es andere nicht aus. Getreu dem Motto: Geld macht nicht glücklich, es sei denn, man kauft sich einen Hund davon. Und so zog die kleine Motte bei den Hempens ein und ein paar Häuser weiter wohnt seit einer Woche Bodil. Zwei Monate alt und wenn sie groß ist, wird sie ein stattliches Golden-Retriever-Mädchen sein.

Bodils Frauchen und ich sind natürlich von unseren Schützlingen absolut begeistert und beschlossen, dass die beiden sich unbedingt kennenlernen müssen. Hach, ich sage Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, die beiden zu beobachten, ist besser als jeder Film. Es ist nicht nur drollig, die beiden durch den Garten toben zu sehen, sondern auch sehr faszinierend, wie die Kommunikation abläuft. Ein kurzes Zucken mit der Lefze bei Motte und Bodil weiß sofort: Nicht ganz so wild. Wenn das bei Menschen auch nur so einfach wäre. Andererseits ist es ja ganz gut, dass wir uns unterscheiden. Stellen Sie sich mal vor, wir würden uns zur Begrüßung am Popo schnuppern.

Es hat alles seine Vor- und Nachteile, wie ich zu sagen pflege. Auf jeden Fall haben sich da zwei Artgenossen gefunden, die Spaß miteinander haben. Und darauf kommt es doch an im Leben – bei Hunden und Menschen gleichermaßen.

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